1. Startseite
  2. Wirtschaft

Deutsche Bank erhält von EZB unveränderte Kernkapitalanforderung

Erstellt:

Kommentare

Die Gebäude der Deutschen Bank in Frankfurt
Die Deutsche Bank hat von der EZB im Rahmen der turnusmäßigen aufsichtlichen Überwachung (SREP) neue Mindestkapitalanforderungen erhalten.  © Meinzahn

Die Deutsche Bank muss sich auch weiterhin keine Sorgen wegen der Kapital-Vorgaben der EZB machen. Das größte deutsche Kreditinstitut liegt deutlich über an Anforderungen der Währungshüter.

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat von der Europäischen Zentralbank (EZB)* eine unveränderte Mindestkapitalanforderung erhalten. Danach müsse Deutschlands größtes Geldhaus auf Konzernebene wie schon im Vorjahr eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von mindestens 10,43 Prozent ausweisen, teilte die Deutsche Bank am Dienstag mit. Ende Dezember lag die tatsächliche CET-1-Quote des Frankfurter Geldhauses bei 13,23 Prozent. Die Mindestkapitalanforderungen gelten ab dem 1. März.

Deutsche Bank: Wichtige Benchmark für Ausschüttungen

Die EZB-Bankenaufseher untersuchen turnusmäßig jedes Jahr im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses „SREP“ die Geschäftsmodelle der Großbanken im Euro-Raum. Sie legen dabei fest, wie viel Kapital diese zur Abdeckung ihrer jeweiligen Risiken mindestens vorhalten müssen. Die CET-1-Mindestanforderung ist wichtig für Ausschüttungen. Sie markiert die Schwelle, unterhalb der die Deutsche Bank verpflichtet wäre, einen ausschüttungsfähigen Höchstbetrag zu ermitteln. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die Großbanken im Euro-Raum zuständig.

Für die sogenannte Tier-1-Kapitalquote habe die EZB die Mindestanforderung für 2022 auf 12,40 Prozent festgelegt, für die Gesamtkapitalquote auf 15,03 Prozent, teilte das Institut außerdem mit. Für Ende Dezember hatte die Deutsche Bank eine Tier-1-Kapitalquote von 15,75 Prozent ausgewiesen und eine Gesamtkapitalquote von 17,84 Prozent. (rtr)

*fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare