Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Deutsche Bank will die Eigenkapitalbasis stärken.
+
Die Deutsche Bank will die Eigenkapitalbasis stärken.

Börse heute

Deutsche Bank braucht Geld

  • Stefan Wolff
    VonStefan Wolff
    schließen

Die Deutsche Bank überrascht die Anleger mit guten Quartalszahlen - aber auch mit der Ankündigung, über die Herausgabe neuer Aktien 2,8 Milliarden einsammeln und so das Eigenkapital erhöhen zu wollen.

Italiens neuer Ministerpräsident Letta hat die erste Hürde geschafft. Das Parlament stellte sich hinter ihn. Heute geht Letta auf Charmeoffensive bei Bundeskanzlerin Merkel. Der Italiener will die Deutschen davon überzeugen, dass zu strenges Sparen jedwedes Wachstum abwürgt.

An den Finanzmärkten ist Letta mit jeder Menge Vorschusslorbeeren bedacht worden. Die Mailänder Börse hatte kräftig zugelegt. Auch an den Rentenmärkten herrschte Zuversicht. Bei der Herausgabe einer neuen Anleihe sackten die Renditen bei zehnjährigen Laufzeiten unter vier Prozent auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren.

Italien wird die Börsen noch weiter beschäftigen. Heute jedoch stehen eindeutig Unternehmensbilanzen im Vordergrund. Schon gestern Abend nach Börsenschluss hatten die Börse und die Deutsche Bank ihre eigentlich für heute früh angekündigten Quartalszahlen vorgelegt. Die Deutsche Bank überraschte mit einer Kapitalerhöhung. Das Institut will über die Herausgabe neuer Aktien 2,8 Milliarden Euro einsammeln und so die Eigenkapitalbasis stärken. Mit dieser Maßnahme wird die Bank die als “Basel III? bezeichneten Vorschriften erfüllen. Eigentlich hat die Bank bis 2016 dafür Zeit, doch die Kritik an der unvollständigen Eigenkapitalausstattung hatte zuletzt stark zugenommen.

Eine Kapitalerhöhung kommt in der Regel an der Börse nicht gut an. Die Deutsche Bank garnierte die Ankündigung allerdings mit einem Gewinnsprung im ersten Quartal. Die Profite stiegen von 1,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Euro. Branchenbeobachter hatten mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Zu der Entwicklung haben Einsparungen des Bankhauses in Höhe von 400 Millionen Euro maßgeblich beigetragen. Aktien der Deutschen Bank drehten im frühen Handel ins Minus.

Kauflaune verbessert sich

Trotz zuletzt stark gestiegener Aktienkurse ist die Deutsche Börse im ersten Jahresviertel nicht erstarkt. Auch wegen hoher Kosten für zukünftige Sparrunden sank der Gewinn auf 121 Millionen Euro, nach 146 Millionen Euro vor einem Jahr. Zurückhaltende Anleger haben aber auch die Umsätze gedrückt.

Die Fresenius-Familie komplettiert am Morgen das Bilanz-Bild. Fresenius Medical Care überraschte mit einem Gewinneinbruch um fast 40 Prozent. Der Dialyseexperte machte aber auf den hinkenden Vergleich aufmerksam. Im Vorjahreszeitraum hatten Sondereffekte das Ergebnis nach oben gepresst. Die Konzernmutter Fresenius hat derweil die Ertragsziele für das laufende Jahr bekräftigt. Der Gesundheitskonzern berichtete von wachsenden Patientenzahlen und steigender Nachfrage nach Nachahmerpräparaten, den so genannten Generika.

Die Wall Street legte dem DeutschenAktienindex (Dax) leichte Gewinne vor. Auch Asiens Börsen steigen mehrheitlich. Asiens Industrieproduktion ist überraschend stark angezogen. In Tokio nahmen Anleger ihre Gewinne allerdings wieder mit.

In Deutschland hat sich die Kauflaune der Deutschen weiter verbessert, was auch zum positiven Börsenverlauf beiträgt. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlichte ein deutlich gestiegenes Konsumklima. Vor allem die wachsenden Einkommen halten die Verbraucher bei Laune. Zu der erheblich gesunkenen Neigung, Geld auf die Seite zu legen, trägt vor allem der niedrige Zins bei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare