Börse

Dax bleibt unter Druck

Der Negativtrend im deutschen Leitindex setzt sich fort. Die Furcht vor erneuten Corona-Lockdowns sorgt für Verunsicherung.

Auch am Dienstag ist der Dax weiter im Rückwärtsgang unterwegs. Der deutsche Leitindex sank im frühen Handel um 0,24 Prozent auf 12 823,40 Punkte und knüpfte damit an seinen Vortagesverlust an. Für Verunsicherung sorgen weiterhin die zunehmenden Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern und die Furcht vor erneuten Lockdowns. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel stieg um 0,07 Prozent auf 27 835,16 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte rund 0,1 Prozent auf 3240 Punkte ein.

Die Aktien von Jenoptik sackten um 5,5 Prozent ab. Der Technologiekonzern reduzierte sein Umsatzziel für 2020. Die bisherigen Markterwartungen hätten sogar noch über dem alten Umsatzziel gelegen, erklärte ein Börsianer die heftige Marktreaktion.

Der Autobauer BMW verzeichnete im abgelaufenen Quartal wie auch der Rivale Daimler eine überraschend gute Entwicklung der finanziellen Mittel. Zwischen Juli und Ende September habe der Konzern im Kerngeschäft mit dem Autobau einen Zufluss von 3,07 Milliarden Euro verzeichnet, teilte BMW überraschend am Montagabend mit. Damit übertreffe der Konzern nach vorläufigen Daten die aktuelle Markterwartung, hieß es. BMW-Papiere reagierten jedoch kaum auf die Nachrichten.

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius profitiert in der Corona-Pandemie weiter von guten Geschäften. Nach einem starken Wachstum in den ersten neun Monaten werden die Niedersachsen in puncto Umsatz und Profitabilität nun auch optimistischer für das Gesamtjahr. Die Aktien erklommen im frühen Handel ein Rekordhoch bei 396,60 Euro und bröckelten danach etwas ab. Zuletzt notierten sie rund 4,7 Prozent im Plus bei 390,80 Euro.

Der rasante Kursanstieg des Corona-Gewinners Teamviewer hat seinen Großaktionär offenbar zum Kasssemachen bewegt. Das vom Finanzinvestor Permira beratene Anlagevehikel TigerLuxOne gab den Verkauf von mehr als elf Prozent des Aktienkapitals des Anbieters von Fernwartungs- und Videosoftware bekannt. Die 22 Millionen Anteilscheine seien für 42,25 Euro je Stück veräußert worden. Die Aktien von Teamviewer sanken um 6,4 Prozent auf 43,14 Euro. Allerdings ist der Kurs seit Jahresanfang auch um fast 50 Prozent gestiegen. (dpa)

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