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Ein Mann sucht in einem Abfalleimer nach Pfandflaschen.
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Ein Mann sucht in einem Abfalleimer nach Pfandflaschen.

Kommentar zum Datenreport

Datenreport widerlegt die Politik

  • VonStefan Sauer
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Die Behauptung von Angela Merkel, sozial sei, was Arbeit schaffe, lässt sich nach den Ergebnissen des Datenreports 2013 widerlegen. Es kommt eben auch auf die Qualität der Arbeit an und darauf, wie sie verteilt ist. Ein Kommentar.

Wie schön, dass unabhängige Wissenschaft mitunter dazu beitragen kann, politische Dogmen zu erschüttern. Die Behauptung von Kanzlerin Angela Merkel, sozial sei, was Arbeit schaffe, lässt sich nach den Ergebnissen des Datenreports 2013 widerlegen. Beschäftigungsrekorde und wachsende Armutsrisiken können durchaus Hand in Hand gehen. Es kommt eben auch auf die Qualität der Arbeit an und darauf, wie sie verteilt ist.

Die Daten bringen zugleich auch eine Gewissheit ins Wanken, die eher von der Linken formuliert wird: Dass nämlich die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zu einer rasanten Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse geführt habe, ist offenbar ebenfalls nicht belegbar. Im Gegenteil: Laut Report kam der Anstieg der atypischen Beschäftigung nach mehr als einer Dekade im Jahr 2006 zum Stillstand und ging 2012 erstmals zurück.

Jenseits parteipolitischer Rechthaberei sind solche empirischen Befunde wichtig, weil sie Hinweise liefern, wie das Armutsproblem anzugehen ist. Einfach mehr Geld zu verteilen, nützte angesichts der vielschichtigen Ursachen der Armut wenig. Es geht im Kern um die Selbstbefähigung der Menschen teilzuhaben.

Das geht vor allem mit Bildung, die aber ebenso wenig wie Geld mit der Gießkanne zu verabreichen ist: Die Anstrengungen müssen sich künftig darauf konzentrieren, Kindern aus benachteiligten Milieus Chancen zu eröffnen.

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