Nebenerwerb

Dann eben Gründer

Corona könnte zu neuen Firmen führen.

Erstmals seit fünf Jahren ist die Zahl der Existenzgründungen 2019 wieder gestiegen. Wie aus dem Gründungsmonitor der staatlichen Förderbank KFW hervorgeht, stieg die Zahl der Gründungen auf 605 .000 – ein Plus von 58.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die weitere Entwicklung ist aber ungewiss: In diesem Jahr könnte die Corona-Krise den Plänen von Existenzgründern einen Strich durch die Rechnung machen.

„Der Ausblick für das Gründungsjahr 2020 war positiv, doch die Corona-Pandemie belastet“, erklärte KFW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. „Ich erwarte, dass Gründungspläne unter dem Eindruck der aktuell existenzbedrohenden Lage vieler Selbstständiger teilweise verschoben werden.“

Jedoch werde die Krise auch einen Effekt haben, der die Gründungstätigkeit antreibe: „Aufgrund von krisenbedingt zunehmender Erwerbslosigkeit dürfte die Zahl sogenannter Notgründungen – also Gründungen, die mangels besserer Erwerbsalternativen erfolgen – steigen“, erklärte Köhler-Geib. Welcher Effekt letztlich überwiegen werde, bleibe abzuwarten.

Für die steigende Zahl der Gründungen im Jahr 2019 ist laut Gründungsmonitor ein deutliches Plus bei Nebenerwerbsgründungen ursächlich. Sie legten um 85.000 auf 377.000 zu. Bei den Vollerwerbsgründungen ging es dagegen weiter abwärts auf einen neuen Tiefpunkt von 228.000 (minus 27.000). Als positiven Trend sieht die KfW, dass der Anteil der innovativen Gründungen sowie der internetbasierten und digitalen Gründungen stieg. (afp)

Kommentare