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Die Wall Street hat gut vorgelegt, jetzt zieht Frankfurt wohl nach.
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Die Wall Street hat gut vorgelegt, jetzt zieht Frankfurt wohl nach.

Börse heute

Damoklesschwert über den Märkten

  • VonDorothee Holz
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Die Verunsicherung nach der Zypern-Rettung bestimmt die Märkte. Der Dax dürfte sich zu Handelsbeginn nur leicht nach oben bewegen. Börsianer rechnen mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Mit SMA Solar ist auch das letzte deutsche Vorzeigeunternehmen der Solarbranche in der harten Wirklichkeit angekommen. Für dieses Jahr schließt das Unternehmen Verluste nicht mehr aus. Diese Prognose hat einige Sprengkraft, denn noch vor gut einem Monat hat Vorstandschef Pierre Pascal Urbon Anlegern Hoffnung auf ein positives Ergebnis gemacht. Aber der massive Gewinneinbruch im vergangenen Jahr lässt alle Hoffnungen fahren. Der operative Gewinn sackte um 60 Prozent auf 102 Millionen Euro ab. Unterm Strich verdiente der Wechselrichterhersteller gerade noch 75,1 Millionen Euro – ein Minus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Umsatz ging es abwärts. Aktionären wird deshalb die Dividende massiv gekürzt – von 1,30 Euro je Aktie auf 0,60 Euro. Immerhin kann das Unternehmen noch Gewinne ausschütten. Bei der Konkurrenz ist das wegen hoher Verluste schon lange nicht mehr möglich. SMA Solar will jetzt die Kosten erheblich reduzieren, was auch auf Kosten der Belegschaft geschieht. Man plant den Abbau von mindestens 500 Stellen. Auch der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern (HHLA) meldet einen Gewinnrückgang. Trotzdem sollen die Aktionäre wie im Vorjahr 65 Cent je Anteilsschein erhalten. Die Hansestadt als größter Aktionär dürfte sich darüber freuen.

Allianz übernimmt türkischen Versicherer

Unter den Dax-Unternehmen fällt die Allianz auf. Der Versicherungskonzern hat am Morgen Spekulationen bestätigt, wird die Versicherungssparte des türkischen Finanzkonzerns Yapi & Kredi übernehmen. Der Kaufpreis liegt bei 684 Millionen Euro. Durch diesen Zukauf wird die Allianz nach eigenen Angaben die Nummer Eins im türkischen Versicherungsmarkt. Insgesamt wird der Handel erneut durch die Verunsicherung im Zuge der Zypern-Rettung bestimmt. Der Dax dürfte sich zu Handelsbeginn nur leicht nach oben bewegen. Broker trauen dem wichtigsten deutschen Index ein Plus von 0,3 Prozent zu. Das verdankt sich vor allem den starken Vorgaben von der Wall Street. Der Dow Jones schaffte nach positiven Daten vom US-Immobilienmarkt ein Plus von 0,8 Prozent.

Konsumklimaindex stagniert

Doch die Frage ob Sparer auch bei zukünftigen Rettungsmaßnahmen zur Kasse gebeten werden, hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Die Meinungen gehen weit auseinander. Die EU-Kommission ist ebenfalls der Meinung, dass reiche Sparer auch außerhalb Zyperns zur Rettung herangezogen werden sollen. Das wird wiederum von Spaniens Regierungschef Rajoy und vom französischen Präsidenten Hollande scharf kritisiert, wobei man genau auf die Worte achten muss: Hollande unterstrich, dass die Einlagensicherung ein „unbedingtes Prinzip“ sei. Tatsächlich gilt das nur für Sparguthaben unter 100.000 Euro. Deutsche Verbraucher wurden noch vor der Zypern-Krise zu ihrem Konsumverhalten befragt. Der GfK-Konsumklimaindex ergab, dass der Aufwärtstrend auf hohem Niveau gestoppt ist. Der Konsumklimaindex für April stagniert bei 5,9 Punkten. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung sind geringfügig gesunken. Die aktuellen Ereignisse in Zypern könnten das Vertrauen der Verbraucher beschädigen und zu einer Belastung für das Konsumklima werden, so die GfK. Ökonomen sind mit Blick auf das Konsumklima aber weiter recht zuversichtlich.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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