Coronavirus-Pandemie 

BMW, Daimler, VW: Das Coronavirus zwingt die Autokonzerne in die Knie

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Daimler, VW, BMW: Die Autokonzerne stellen die Produktion wegen des Coronavirus ein. Ist die Automobilbranche gefährdet?

  • Wegen der Corona-Pandemie stellen immer mehr Autokonzerne ihre Produktion ein. 
  • Unzählige Standorte wurden bereits geschlossen. 
  • Unter den betroffenen Autokonzernen sind VW, Daimler, Opel, Audi und BMW

Die Autohersteller in Deutschland stellen ihre Produktion ein. Das Coronavirus trifft die Konzerne schwer. Welche Maßnahmen die Konzerne ergreifen, zeigt unser Überblick. 

Coronvirus stoppt Automobilbranche: Produktion bei VW? 

VW-Konzernchef Herbert Diess bestätigte den Shutdown aufgrund des Coronavirus. In den nächsten zwei Wochen soll kein einziges Auto in den Werken in Wolfsburg, Emden oder Zwickau hergestellt werden. Die letzten Schichten in den Werken sollen bis zum Freitag (20.03.2020) laufen. 

Laut Personalchef Gunnar Kilian will VW Kurzarbeitergeld beantragen, wenn die Produktion ausgesetzt wird. Der Konzern selbst ist sicher – laut Kilian gibt es bei VW weltweit 25 Fälle, drei davon in Wolfsburg. „Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen“, warnt Konzernchef Diess.

Coronavirus stoppt Automobilbranche: Produktion bei Audi? 

Auch der VW-Tochterkonzern Audi stellt seine Produktion in den europäischen Werken und in Mexiko zunächst ein. „Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen.“ Die Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Brüssel, Györ in Ungarn und San José Chiapa in Mexiko fahren bis Ende dieser Woche schrittweise herunter, ab kommendem Montag steht die Produktion still.

Wegen der Coronaseuche wurde auch die Jahrespressekonferenz ganz abgesagt: Selbst der für Donnerstag als Notlösung geplante Webcast mit dem scheidenden Audi-Chef Bram Schot findet nicht statt. In den deutschen Audi-Werken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte. In China sei die Produktion seit Mitte Februar schrittweise wieder hochgefahren worden: „Inzwischen sind wir zu einem normalen Produktionsprozess zurückgekehrt“, sagte eine Sprecherin.

Coronavirus: Produktion bei Opel? 

Auch das Opel-Werk in Rüsselsheim ist seit Dienstag (17.03.2020) geschlossen. Die Schließungen betreffen auch das Werk in Eisenach (Thüringen) sowie die Motoren- und Getriebeproduktion in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz). Außerdem schließen Standorte in Spanien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und in der Slowakei. Die Schließungen sollen bis zum 27. März dauern.

Nachdem ein Mitarbeiter von Opel am Standort Rüsselsheim positiv auf das Coronavirus getestet worden war, schickte Opel hunderte Mitarbeiter der Verwaltung ins Homeoffice. 

Wegen Coronavirus: Produktion bei Daimler? 

Beim Autokonzern Daimler steht wegen der Corona-Krise die Produktion still. Ein großer Teil der in Europa stattfindenden Produktion soll von dieser Woche ab für zunächst zwei Wochen geschlossen werden, wie der Konzern in Stuttgart mitteilte. Davon betroffen seien sowohl die Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Produktion. 

„Mit diesen Maßnahmen leistet das Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen“, heißt es von Daimler. „Gleichzeitig trägt diese Entscheidung dazu bei, Daimler auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorzubereiten und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern.“

Coronavirus stürzt Automobilbranche ins Chaos: Produktion bei BMW? 

Vergleichsweise spät stoppte auch BMW am Mittwoch (18.03.2020) die Produktion aufgrund des Coronavirus. Für zunächst vier Wochen sollen die europäischen Werke stillstehen. „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant“, so BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München.

Der Konzern will eigene betriebliche Vereinbarungen zur Kurzarbeit nutzen. Die Vereinbarung soll regeln, „dass das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus beträgt.“

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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