Konjunktur

Gegen eine Kaufprämie

Die Wirtschaft liegt wegen der Corona-Krise am Boden. Nun haben sich die Wirtschaftsweisen gegen eine Kaufprämie für Autos ausgesprochen.

In der Diskussion über die Wiederbelebung der Konjunktur haben sich die sogenannten Wirtschaftsweisen gegen eine Kaufprämie für Autos ausgesprochen. Angesichts der Corona-Krise gelte es, nicht allein die Nachfrage zu stärken, „sondern zugleich den Strukturwandel sinnvoll zu unterstützen“, schrieben die fünf Mitglieder des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“.

Die Politik solle sich „nicht unter dem Einfluss einzelner Branchen zu einer Vielzahl an branchenspezifischen Maßnahmen“ verleiten lassen, „die tendenziell bestehende Strukturen verfestigen, ohne eine durchschlagende konjunkturelle Wirkung zu erzielen“, schrieben die Experten. Stattdessen sprechen sie sich für weitere fiskalpolitische Maßnahmen aus, da trotz der beispiellosen Rettungsmaßnahmen durch den Staat für viele Unternehmen weiter die Gefahr einer Insolvenz bestehe.

Konkret fordern sie die Ausweitung der Möglichkeiten zum steuerlichen Verlustrücktrag und -vortrag. Dies könne denjenigen Unternehmen helfen, die in den vergangenen Jahren erfolgreich waren und Gewinne erzielten, in diesem Jahr jedoch Verluste erwarten. Außerdem werben die Wirtschaftsweisen für eine Senkung der Energiekosten. (afp)

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Abwrackprämie für Fahrzeuge, auch die Wirtschaftsweisen warnen. Doch die Regierungen der Autoländer machen mächtig Druck.

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