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Großbritannien

Corona in Großbritannien: Tausende Pubs und Restaurants pleite

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Die Corona-Pandemie hat bereits jetzt Tausende Pubs, Bars und Restaurants in Großbritannien in den Ruin getrieben.

  • Großbritannien ist von den Folgen der Corona-Pandemie besonders hart betroffen.
  • Auf der Insel ist der Lockdown härter als in anderen europäischen Ländern.
  • Besonders hart trifft es die Gastronomie-Branche.

Großbritannien - Pubs sind so etwas wie ein Nationalheiligtum der Briten. Ein Pub ist im Vereinigten Königreich und in Irland eine Kneipe, in der man auch kleinere Mahlzeiten bestellen kann, über deren Qualität die Meinungen auseinandergehen. Getrunken wird traditionell Bier in den Variationen Lager, Ale und Bitter aus einer üblicherweise recht großen Auswahl. Getränke holt man sich selbst an der Theke und bezahlt dort auch sofort. Das Pub hat in Großbritannien definitiv auch heute noch seinen festen Platz im sozialen Leben. Die Umgangsformen sind unkompliziert; ein Pub ist einer der wenigen Orte in Großbritannien, an dem Klassenunterschiede eine geringe Rolle spielen.

Lockdown in Großbritannien: Pubs und Restaurants besonders betroffen

In Folge des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie sind in Großbritannien bereits zu den Feiertagen des vergangenen Jahres die Einnahmen in Pubs, Bars und Restaurants um fast 80 % im Vergleich zum Jahr zuvor gesunken, wie der britische „Guardian“ vermeldet. Die Branche hat wiederholt eine gezieltere finanzielle Unterstützung durch die Regierung gefordert, da Pubs und Gaststätten in Großbritannien vom Lockdown stärker eingeschränkt sind als andere Bereiche, wie zum Beispiel der Einzelhandel.

Pub in London: Besonders in den Städten sind die Mieten ein Problem.

Corona-Pandemie: Fast 6000 Betrieb mussten bereits schließen

Eine neue Studie belegt jetzt, dass die Pandemie verheerende Auswirkungen auf die Gastronomie in Großbritannien hat. Unterm Strich hätten fast 6000 Betriebe dichtgemacht, ermittelten die Unternehmensberatung AlixPartners und der Branchenanalyst CGA. Das seien etwa dreimal so viele wie noch im Jahr 2019. Der Grund seien vor allem die Corona-Beschränkungen mit Verboten von Feiern und geselligen Anlässen. Und ein Ende der Krise ist nicht abzusehen: „Es ist leider unvermeidlich, dass es Tausende weitere treffen wird“, sagte Karl Chessell von CGA. Der Branchenverband UK Hospitality zeigte sich alarmiert.

„Der Verlust von 6000 Betrieben ist ein furchtbarer Schlag für die Branche, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs, wenn wir unseren Kurs beibehalten“, sagte Verbandschefin Kate Nicholls mit. Jedes fünfte Unternehmen habe einer Erhebung zufolge keine Rücklagen, um den Februar zu überstehen. Nicholls forderte mehr finanzielle Unterstützung, vor allem Mieten seien eine große Belastung. „Betriebe am Leben zu erhalten und Arbeitsplätze zu schützen, ist von entscheidender Bedeutung und wird der Schlüssel zur Erholung nach der Pandemie sein“, sagte Nicholls.

Corona in Großbritannien: Hoffen auf den Erfolg bei Impfungen

CGA-Experte Chessell zeigte sich dennoch optimistisch und verwies auf den Fortschritt bei Massenimpfungen. „Die Menschen wollen unbedingt wieder essen und trinken gehen, und wir können sicher sein, dass die Besucherzahlen und Umsätze zurückkehren, wenn die Branche endlich wieder öffnen kann“, sagte er.

Die Aussichten dafür sind allerdings momentan eher gering. Prominente Wissenschaftler in Großbritannien fordern bereits, Bars und Restaurants bis mindestens Mai zu schließen. Es bestehe ansonsten die Gefahr, dass die Neuinfektionen wieder in die Höhe schießen, wenn Gaststätten zu schnell geöffnet werden. (Stefan Krieger mit dpa)

Rubriklistenbild: © Stefan Krieger

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