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2G bei Aldi - Supermarkt legt sich bei Corona-Regeln fest

In Supermärkten gelten derzeit Regelungen, die möglicherweise verschärft werden könnten. Denn die Corona-Fallzahlen sind hoch. Was Aldi nun plant.

Frankfurt/Berlin – Die Corona-Fallzahlen steigen erneut in Deutschland. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser klagen Pflegekräfte über die vierte Welle der Pandemie. Dieses Mal sind mehr und mehr Ungeimpfte mit teils schweren Covid-19-Verläufen unter den Patientinnen und Patienten.

Die Politik reagiert auf das neueste Infektionsgeschehen mit der 2G-Option. Flächendeckend ist laut Angaben der Gesundheitsminister von Bund und Länder geplant, in Landkreisen mit besonders hohen Corona-Neuinfektionen, schärfere Maßnahmen durchzusetzen. Teil einer 2G-Regelung können auch die Regeln im Supermarkt sein, wie die Bundesländer Hessen und Niedersachsen als Beispiele zeigen.

Corona: 2G im Supermarkt – Ändern sich die Pandemie-Regeln?

In den beiden Bundesländern wurde entschieden, dass Supermärkte, wie Aldi, Lidl & Co., die 2G-Regelung anwenden dürfen. Das würde bedeuten, dass lediglich gegen das Coronavirus doppelt geimpfte und von der Krankheit Covid-19 genesene Personen die Filialen betreten dürften. Laut Angaben der niedersächsischen Landesregierung könnte in einem solchen Fall sogar auf die Maskenpflicht und die Abstandsregelung verzichtet werden.

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, betonte im Nachgang der Entscheidung, welcher eine Klage einer Einzelhändlerin vorausging: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden.“

In Supermärkten wie Aldi Süd und Aldi Nord gelten in der Corona-Pandemie besondere Regelungen. (Archivfoto)

2G-Regel bei Aldi: Discounter äußern sich zu Corona-Maßnahmen

Aldi Süd und Aldi Nord zählen zu den größten Discounterketten Deutschlands. Millionen Menschen kaufen in ihren Filialen ein. Zutrittsbeschränkungen zu den Supermärkten im Sinne einer 2G-Regel seien derzeit allerdings nicht geplant, betonte eine Sprecherin von Aldi Süd auf Nachfrage von Echo24.de*.

„Wir sind davon überzeugt, dass die zahlreichen Maßnahmen, die in den vergangenen Monaten in allen Filialen von Aldi Süd umgesetzt wurden, sinnvoll dazu beitragen, unsere Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen“, so die Sprecherin weiter. Ähnlich äußerte sich Aldi Nord gegenüber T-Online.de.

Die Umsetzung einer 2G-Regel in Discountern und Supermärkten wie von Aldi würde einen ungeimpften Anteil der Kundschaft schlichtweg ausschließen, was wohl Umsatzeinbußen zur Folge hätte. Diese würden Lebensmittelkonzerne nur schmerzlich in Kauf nehmen. Neben diesem Aspekt spielt offenbar eine weitere Thematik eine wichtige Rolle.

Corona-Regeln im Supermarkt – Handelsverband äußert sich zu 2G

Der Handelsverband Deutschland erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dass Impfpass-Kontrollen wohl zu viel Zeit des Personals in Anspruch nehmen würden.

Fraglich ist, wie Supermarkt- und Discounterketten mit der Situation umgehen, falls die Corona-Fallzahlen weiter ansteigen. In Niedersachsen und Hessen könnten sie gegebenenfalls darauf reagieren, in anderen Bundesländern bislang nicht. Neben Aldi hat sich auch Lidl zur 2G-Regelung in Deutschland positioniert.

(Tobias Utz) *Echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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