Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Homeoffice: Computer im Dauerbetrieb kosten viel Energie.
+
Homeoffice: Computer im Dauerbetrieb kosten viel Energie.

Energiekosten

Computer im Dauereinsatz

  • Frank-Thomas Wenzel
    vonFrank-Thomas Wenzel
    schließen

Mehr kochen, streamen und die meiste Zeit im Home Office. Durch die Corona-Pandemie ist der Stromverbrauch in vielen deutschen Haushalten angestiegen. Das „neue Normal“ dürfte laut Experten 150 Euro mehr Stromkosten im Jahr bedeuten.

Durch die Covid-Pandemie ist der Stromverbrauch in vielen deutschen Haushalten gestiegen. Vor allem jüngere Menschen nutzen mehr elektrische Energie. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Vergleichsportals Verivox hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass die elektrischen Geräte im Haushalt seit dem Beginn der Corona-Krise häufiger eingesetzt wurden.

Auswärts essen gehen fiel zeitweise schon deshalb flach, weil die Restaurants geschlossen waren. Selbst kochen bedeutet, dass Backöfen und Herde vermehrt angeschaltet werden – diese benötigen in der Regel die höchste Leistung unten den Apparaturen und Maschinen in einem Haushalt. Nicht zu unterschätzen ist zudem, dass auch Computer und Fernsehgeräte im Dauereinsatz hohe Mengen Strom benötigen.

Laut Verivox bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So hätten unter den Befragten zwischen 18 und 29 Jahren 52 Prozent von einem erhöhten Verbrauch berichtet. Bei Frauen und Männern zwischen 50 und 69 Jahren waren es hingegen nur 22 Prozent. Genau dazwischen liegt die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen. Hier geben 42 Prozent einen gestiegenen Bedarf an elektrischer Energie an. „Home-Office, Kinderbetreuung und verändertes Freizeitverhalten führen vor allem bei den jüngeren Verbrauchergruppen zu einem erhöhten Stromverbrauch zu Hause“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, dem RND. Ältere Verbraucher hätten im Zuge der Pandemie hingegen nicht so deutliche Veränderungen ihres Lebensstils erlebt. Marktforscher haben herausgefunden, dass insbesondere in den Phasen des Lockdowns erheblich mehr Computerspiele gespielt und mehr Filme von Streamingplattformen abgerufen wurden.

Die Verivox-Experten rechnen vor: Was vielfach als neue Normalität beschrieben wird, kann die Haushaltskasse massiv belasten. Werde ein Heimarbeitsplatz betrieben und täglich eine Mahlzeit mehr gekocht, könnten die Stromkosten um bis zu 150 Euro mehr jährlich steigen.

Der gesamte Stromverbrauch hierzulande ist im ersten Halbjahr im Vergleich zu 2019 indes gesunken – laut Branchenverband BDEW um 5,7 Prozent auf 272 Milliarden Kilowattstunden (ein Standardhaushalt verbraucht etwa 4000 Kilowattstunden pro Jahr). Das sei auf die schwache Wirtschaftslage und den damit verbundenen geringeren Strombedarf der Unternehmen zurückzuführen, so der Verband. Die Industrie ist hierzulande der wichtigste Nutzer von elektrischer Energie.

Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme lag der Stromverbrauch im Juli und August insgesamt aber um fast ein Prozent über dem Vorjahreswert. Knapp 78 Milliarden Kilowattstunden wurden demnach in den zwei Monaten in die öffentlichen Stromnetze eingespeist. Das Plus dürfte vor allem auf die wieder hochgefahrene Produktion in vielen Betrieben zurückzuführen sein. Aber nach wie vor arbeiten auch viele Arbeitnehmer zumindest teilweise im Home-Office.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare