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Knietief im Dispo: die Commerzbank.

Börse heute

Commerzbank schreibt Rot

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Das Sparprogramm treibt die Commerzbank tief ins Minus, allerdings weniger als erwartet. Die Anleger schauen heute ohnehin auf ein anderes Unternehmen.

Die Commerzbank ist mit Verlusten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Allerdings fiel das Minus mit 94 Millionen Euro niedriger als erwartet aus. Vor allem die Sparmaßnahmen belasteten die Quartalsbilanz. Commerzbank-Chef Martin Blessing erwartet erst im kommenden Jahr positive Effekte aus dem Kahlschlag-Programm. Auch das operative Geschäft war rückläufig, was das Bankhaus mit dem schweren Marktumfeld begründete.

Die Zahlen der Commerzbank sind dieses Mal besonders relevant, da das Bankhaus die Anleger davon überzeigen muss, eine weitere Kapitalerhöhung mitzutragen. Mit den Einnahmen will die Commerzbank den Staat auszahlen, der zu einem Viertel beteiligt ist.

Dax startet verhalten

Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist verhalten in den neuen Handelstag gestartet. Nach der Rekordfahrt vor dem Wochenende sind die Anleger zurückhaltender geworden, die Vorgaben fallen entsprechend verhalten aus. So schloss der Dow Jones leicht im Minus. In Asien legen die Kurse mehrheitlich zu. Händler verweisen auf die anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbanken. Auch die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Leitzinsen gesenkt. Der Schlüsselzins fiel auf das Rekordtief von 2,75 Prozent.

In Japan haben die Händler nach einer Feiertagspause (Tag des Kindes) ein Kursfeuerwerk abgeschossen. Der Nikkei-Index konnte mehr als drei Prozent zulegen und schloss zum ersten Mal seit Juni 2008 oberhalb von 14.000 Punkten.

Das heutige Geschäft ist aber hauptsächlich von Unternehmensbilanzen geprägt. Die Rückversicherung Munich Re hat einen Gewinnsprung hingelegt. Geringe Schäden durch Naturkatastrophen ließen den Quartalsprofit um ein Viertel anziehen. Die Konkurrenz konnte weniger Nektar aus dem katastrophenarmen Quartal saugen. Die Hannover Rück vermeldete einen Rückgang des Überschusses um 15 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatten allerdings Sondereffekte das Ergebnis aufgehübscht.

Turbulenzen bei der Lufthansa

Neben einer Flut von Zahlen aus In- und Ausland schauen Anleger auch auf die Hauptversammlungen von Allianz und Lufthansa. Besonders beim Kranich könnte es turbulent werden. De ehemalige Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber will nun doch für den Vorsitz des Aufsichtsrats kandidieren. Am Montag hatten noch Meldungen für Aufmerksamkeit gesorgt, die berichtet hatten, Mayrhuber stünde nicht zur Verfügung. Erklärungen für die Kehrtwende des Managers gab es nicht.

Auf der Konjunkturseite stehen nur wenige Daten an. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie können die Kurse durchaus bewegen. Nach Börsenschluss kommen noch Statistiken zu Konsumentenkrediten in den USA.

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