Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weltwirtschaft

China stärker einbeziehen

  • Peter Wolff
    VonPeter Wolff
    schließen

Die G20 muss kooperative Lösungen finden

Im Dezember 2015 hat China den Vorsitz der G 20 übernommen, also der Gruppe von Industrie- und Schwellenländern, die seit der Finanzkrise eine koordinierende Rolle in der internationalen Wirtschaftspolitik spielen. Beim G-20-Gipfel Anfang September in Hangzhou wird China der Welt zeigen wollen, dass es nicht nur auf dem Weg zur größten Wirtschaftsmacht ist, sondern auch Verantwortung für die Gestaltung und Stabilisierung der Weltwirtschaft übernimmt.

Dabei steckt China derzeit selbst in einer Krise. Das Wirtschaftswachstum hat sich deutlich verlangsamt, die Börsen brechen ein, die Währung schwächelt, Kapital fließt ins Ausland ab. China ist nicht mehr der Motor der Weltwirtschaft.

Das bringt China in eine schwierige Situation. Es wird einerseits alles tun, um seine eigene Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die nächste Phase der Modernisierung einzuleiten. Es muss als G-20-Vorsitz aber auch darauf bedacht sein, die Auswirkungen seiner Politik auf andere Länder abzuwägen. Hier spielt nun die geopolitische Konkurrenz zu den USA hinein: China möchte zwar gerne auf Augenhöhe mit den USA die Regeln der Weltwirtschaft bestimmen, aber es geht nur in kleinen Schritten voran: etwas mehr Stimmrechte für China im Internationalen Währungsfonds, die Einbeziehung der chinesischen Währung in den Korb der Sonderziehungsrechte, aber auf der anderen Seite wird China aus den Verhandlungen über die transatlantischen und transpazifischen Handelspakte herausgehalten.

Chinas Reaktion darauf sind bilaterale Handels-, Investitions- und Finanzierungsabkommen im großen Stil und das Zauberwort dafür heißt „Neue Seidenstraße“. Von Asien über Europa bis Afrika will China mit jedem einzelnen Land, und das sind mehr als 50, Vereinbarungen „zum gegenseitigen Nutzen“ schließen. China verspricht den Ländern mehr Handel und Investitionen und den eigenen Unternehmen globales Wachstum. China folgt also seinen nationalen Interessen mit der Perspektive „was gut ist für China, ist auch gut für die Welt“.

Wäre es da nicht besser, man würde China stärker in die Verantwortung für die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Spielregeln ziehen? Die G 20 wäre die richtige Plattform, um von nationalen und bilateralen zu kooperativen Lösungen für die Weltwirtschaft zu gelangen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare