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Der Renminbi ist die Währung der Volksrepublik China.

US-Zölle

China findet subtile Antwort auf Trumps Zölle

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Auf die Handelspolitik der Trump-Regierung reagiert China mit der Abwertung des Renminbi - und warnt seine Staatsbürger vor Reisen in die USA.

In der jüngsten Runde des Handelskonflikts zwischen den USA und China setzt Peking auf sanftere, aber nicht weniger wirkungsvolle Gegenwehr. Durch eine Abwertung des Renminbi macht die Zentralbank des Landes die eigenen Produkte konkurrenzfähiger. Das Außenministerium schreckt derweil chinesische Touristen von Reisen in die USA ab. In der chinesischen Wirtschaft steigt derweil die Zahl der Pessimisten, die im Falle einer Eskalation einen Konjunktureinbruch befürchten.

Die chinesische Regierung bewegt sich derzeit auf einem schmalen Grat. Sie will den Konflikt mit den USA einerseits nicht eskalieren lassen, den Amerikanern aber gleichwohl klar machen, dass auch sie viel zu verlieren haben. Die deutlichste Botschaft sendeten hier die Reisehinweise vom Dienstag.

Die chinesische Botschaft in Washington warnte die eigenen Staatsbürger vor der Gefahr „öffentlicher Schießereien und Raubüberfälle“. Um die „öffentliche Sicherheit in den USA ist es schlecht bestellt. Seien Sie wachsam!“ Unangenehme Durchsuchungen durch Zollbeamte und Abzocke im Gesundheitswesen seien ebenfalls häufige Probleme.

Die Reisehinweise des Außenministeriums dürften so etwas wie Anti-Werbung für Urlaub in den USA sein. Chinesische Touristen geben auf ihren Reisen weltweit inzwischen mehr als 770 Milliarden Euro pro Jahr aus, wie die China Tourism Academy für eine Studie ausgerechnet hat. An diesem gigantischen Kuchen will das Gastgewerbe aller Länder nach Möglichkeit teilhaben. Die japanische Regierung beispielsweise versucht das eigene Land derzeit für Chinesen möglichst attraktiv zu machen.

Die Zentralbank sandte unterdessen ebenfalls sanfte Warnungen nach Washington. Sie wertete den Wechselkurs des Renminbi binnen Monatsfrist um 3,6 Prozent ab. Das macht chinesische Waren international preiswerter und damit wettbewerbsfähiger. Chinas Währung ist nicht frei handelbar. Stattdessen bestimmt die Zentralbank den Kurs nach einer Reihe von Kriterien. Marktkräfte spielen hier zwar im Normalbetrieb durchaus eine Rolle, doch politischer Einfluss ist ebenfalls möglich. Zentralbankchef Yi Gang machte jedoch noch am Dienstag klar, dass eine Abwertung auf breiter Front noch nicht bevorstehe. Der Kurs werde „im Wesentlichen stabil“ geführt werden, versprach Yi auf der Website der Bank.

China verhält sich bisher in dem Streit mit US-Präsident Donald Trump insgesamt zurückhaltend. Im Inland hat die Regierung sämtliche Medien angewiesen, die Stimmung nicht negativ gegen die USA anzuheizen. „Berichten Sie keine Äußerungen Trumps ohne auf die Antwort des Handelsministeriums zu warten“, lautet eine stehende Zensurvorschrift an alle Redaktionen. „Greifen Sie nicht Trumps primitive Äußerungen an. Das soll kein Krieg der gegenseitigen Beleidigungen werden!“

Chinesische Experten warnen derweil davor, dass eine ökonomische Eiszeit der eigenen Wirtschaft erheblich schaden würde. „Chinas Exporte hängen ganz erheblich von den USA ab“, sagte der Volkswirtschaftsprofessor Li Xiao von der Jilin-Universität im Nordosten des Landes in einer Rede. China habe sich noch längst nicht von Amerika emanzipiert und werde das in einer globalisierten Welt auch in absehbarer Zeit nicht tun. Alles andere sei „Wunschdenken“.

Auch aus Peking sind solche Gedanken zu hören. China bereite sich darauf vor, in dem Konflikt mit den USA notfalls mit harten Bandagen zu spielen – aber eben nur ungern.

Am Freitag treten auf US-Seite Zölle mit einem jährlichen Handelswert von 34 Milliarden Dollar in Kraft. China will zeitgleich 500 US-Produkte höher belasten.

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