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Wirtschaftsforscher zum „Elite-Index“: „Die hohe Platzierung Chinas macht nachdenklich“

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Von: Christiane Kühl

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Chinas mächtiger Präsident Xi Jinping auf einer Videowand in der Hauptstadt Peking.
Chinas mächtiger Präsident Xi Jinping auf einer Videowand in der Hauptstadt Peking. © Noel Celis / AFP

Wie gut es einem Land geht, hängt von seinen Eliten ab, sagt Tomas Casas. Seine These: Deutschlands Nachbarstaaten haben einen entscheidenden Vorteil.

St. Gallen/München – Zum dritten Mal hat die Hochschule St. Gallen (HSG) kürzlich den „Elite Quality Index 2022“ für 151 Länder vorgestellt. Dieser Index misst die Macht und die Wertschöpfung von Eliten in den jeweiligen Staaten. Je mehr Macht lokale Eliten haben, desto schlechter schneidet ein Land auf dem Index ab. Und je höher die Wertschöpfung der Eliten, desto besser.

Eliten sind nach Ansicht der Forschenden um den Wirtschaftswissenschaftler Tomas Casas entscheidend für Fortschritt und Entwicklung eines jeden Staats, erklärt er im Interview mit fr.de von IPPEN.MEDIA. Warum? Weil die Eliten darstellen, was die Forschenden Koordinationskapazität nennen. Die Geschäftsmodelle der Eliten können beides: Wert schöpfen und Wert ausbeuten. Welches Modell die Eliten wählen, bestimmt über Zukunft und Wohlstand eines Landes.

Eliten in Singapur, der Schweiz, Israel und den Niederlanden liegen vorne

Wenn die Eliten eines Landes dagegen Werte aus der Gesellschaft extrahieren, dann wirkt sich das negativ auf den Rang im Index aus. Politische und wirtschaftliche Eliten werden getrennt betrachtet. Ziel der Forschungsgruppe ist es laut Casas, eine Theorie zu entwickeln, mit der sich die Welt verstehen und ändern lässt: die Elite-Theorie wirtschaftlicher Entwicklung (siehe Info-Absatz unten).

Auch in diesem Jahr belegen kleine Länder wie Singapur, die Schweiz, Israel und die Niederlande auf dem Index aus St. Gallen die vorderen Plätze. Größere Staaten wie die USA oder Frankreich schneiden schlechter ab. China lag vor den noch unklaren Auswirkungen der Null-Covid-Politik bei den Schwellenländern vorn, während Russland immer weiter abstürzt. Deutschland konnte im aktuellen Index vier Plätze gutmachen und liegt nun auf Platz elf.

„Solange die Eliten ihre Macht gut einsetzen, ist alles gut“

Singapur liegt 2022 auf Platz eins, die Schweiz auf Platz zwei. Was zeichnet die Eliten in diesen Staaten aus? Wie kommt es zu diesen Platzierungen — denn die beiden Länder sind ja sehr unterschiedlich.

Tomas Casas: Der Vergleich zwischen Singapur und der Schweiz zeigt, dass es mehrere Wege in die Prosperität und auf die vordersten Plätze des EQx gibt. Länder wie die Schweiz — oder auch die USA oder Kanada — schneiden relativ gut ab im Bereich Macht. Das heißt, dass ihre Eliten keine Macht haben. Macht sehen wir als potenzielle zukünftige Extraktion oder Transfer von Wert in die Hände von Eliten. Wer keine Macht hat, kann andere nicht zur Abgabe von Wert zwingen. In Singapur dagegen sind die politischen Eliten relativ mächtig. Aber sie nutzen ihre Macht nicht für Extraktion oder Werte-Transfer – sondern dafür, neuen Wert zu schaffen.

Wie gefährlich ist es, wenn Eliten viel Macht haben — wie in Singapur? Ist so ein System instabiler?

Solange die Eliten ihre Macht gut einsetzen in Singapur, ist alles gut. Eliten in vielen Ländern der Welt vergrößern den gesamten Kuchen: Das sind die guten, die „High-Quality”-Eliten. Aber wenn diese anfangen sollten, ihre Macht einzusetzen, um Werte zu extrahieren, dann hätten wir ein Problem. Es kann sehr schnell passieren, dass Eliten bei wirtschaftlicher Rezession, Pandemien, Schocks, Krieg oder Finanzcrashes entscheiden, ihre Macht dafür zu nutzen, ihr Einkommen zu bewahren oder zu steigern. Damit aber vergrößern sie nur ihren Teil des Kuchens — auf Kosten der Gesellschaft.

Denn wenn der gesamte Kuchen schrumpft und die Eliten nicht proportional mitschrumpfen, dann extrahieren sie eben Werte auf Kosten anderer. Das war während der Pandemie in den USA ein Problem. Die US-Finanzmärkte entwickelten sich in der Zeit trotz des allgemeinen Wirtschaftseinbruchs so gut wie eh und je. Daher mussten manche wirtschaftlichen Eliten gar keinen Einbruch in ihren Geschäftsmodellen hinnehmen. Das heißt, sie haben relativ zur Gesellschaft ihren Teil des Kuchens vergrößert. 

Genau das Gleiche passiert, wenn die Inflation steigt. Das war 2021 schon ein Problem in den USA und ist jetzt eines in Europa. Bei höherer Inflation sehen die Teile der Bevölkerung, die von einem Gehalt abhängen, dass sie entwertet werden. Aber bei den Eliten, die Werte an der Börse oder Sachvermögen besitzen, wuchsen die Vermögen. Das könnte dazu führen, dass 60 Prozent der Gesellschaft Werte an die oberen ein, zehn oder 20 Prozent transferieren.  

Sind die USA deshalb im Ranking von 2021 auf 2022 um zehn Plätze von 5 auf 15 abgestürzt? 

Die USA stehen sehr gut da, was politische Macht und Institutionen angeht. Sie sind auf Rang eins bei politischer Macht, denn die US-Eliten haben sehr wenig Macht und konkurrieren heftig miteinander. Auch die Institutionen sind sehr gut. Aber die Wertschöpfung der Eliten ist gesunken: Da liegen die USA nur noch auf Platz 29. Das ist keine Katastrophe, aber ein Grund zur Besorgnis.

Das liegt vor allem daran, dass die politischen Eliten in den USA sehr schlecht abschneiden in Sachen Wertschöpfung. Sie wären eigentlich zuständig für die Gesundheit, den Kampf gegen Covid zum Beispiel, oder das große Drogenproblem in der Gesellschaft, die allgemeine Bildung oder auch die Sicherheit auf der Straße. Aber darin sind die USA eben eher schlecht, und das fällt auf die politischen Eliten zurück. Im Kontrast dazu gibt es in den USA, wie wir alle wissen, Wirtschaftseliten in Technologie, Finanzen oder Sicherheit, die immensen Wert schaffen. 

Porträt von Tomas Casas
Tomas Casas im IPPEN.MEDIA-Interview: „Da sind Engländer, Franzosen, Schweizer oder Holländer deutlich besser.“ © Universität St.Gallen

China: „Wir messen nicht das Niveau der Demokratie“

China hat laut dem EQx unter den Ländern mit oberem mittleren Einkommen die besten Eliten (Rang 27), und das als autoritär regierter sozialistischer Einparteienstaat. Wie ist das möglich?

Wir haben mittlerweile 120 Indikatoren. Die Datensätze, die wir nutzen, sind sehr westlich und international. Wir nutzen keine chinesischen Daten, sondern die vom Internationalen Währungsfonds, von der Weltbank und ähnlichen Quellen. Wir untersuchen auch Datensätze zu Menschenrechten wie den Global Slavery Index, zu Recht oder Pressefreiheit. Wenn wir chinesische Datensätze nehmen würden, würde China sogar noch besser abschneiden. 

Die recht hohe Platzierung von China bietet Stoff zum Nachdenken, das ist richtig. Wir sind als Wissenschaftler systempolitische Agnostiker, wir müssen sachlich und neutral bleiben. Wir gucken uns nur die Geschäftsmodelle der Eliten an, ob sie Wert schaffen oder extrahieren. Wir messen zum Beispiel nicht das Niveau der Demokratie. Denn Wert kann eine Demokratie schöpfen, aber eben auch ein sozialistischer Staat, ein islamischer Staat oder ein konfuzianischer Staat wie Singapur. Zugleich aber sehen wir uns schon an, ob in einem Land Pressefreiheit und Religionsfreiheit gewährleistet sind, wie viele Journalisten ermordet werden, wie die Stellung der Frauen in der Gesellschaft ist, oder ob es Sklaverei gibt. Das zeigt ja die Unterdrückung eines Teils der Bevölkerung — und damit dessen Wertschöpfungspotenzials. Und das wirkt sich schon auf den Index aus.

Was also macht Chinas Eliten nach Ihren Erkenntnissen aus?

Chinas politische Eliten schaffen relativ viel Wert, trotz allem. Das könnte sich jetzt allerdings ändern wegen Null-Covid. Aber in den ersten beiden Pandemie-Jahren hat China durch seinen Ansatz sehr gut abgeschnitten, mit wenig Toten und rascher wirtschaftlicher Erholung. Auch schneidet China recht gut ab bei Forschung, Lebenserwartung, Lebensmittelsicherheit, Schulbildung und anderen Parametern. Auch gibt es zum Beispiel weniger Kriminalität oder Drogenabhängige als in vielen anderen Ländern.

Die Daten zeigen aber auch, wie mächtig in China vor allem die politischen Eliten sind. Da liegt das Land nur auf Rang 60. Überraschenderweise nutzen aber vor allem die politischen Eliten ihre Macht bisher, um Werte zu schaffen. Ohne wertschöpferische Eliten kann man Chinas wirtschaftliche Leistung und seinen Aufstieg in den letzten 30 Jahren kaum erklären. Aber wie schon gesagt, die Lage könnte sich jederzeit ändern, sollte es eine Krise geben. 

Dieses Risiko ist in westlichen demokratischen Ländern sicherlich geringer. Wenn in Demokratien die Eliten Werte extrahieren wollten, wäre das im Prinzip viel schwieriger. 

Gute Bürokraten, wenig Risiko: „Sonst droht Deutschland die Stagnation“

China gilt als Verbündeter Russlands im Ukraine-Krieg. Wie ist es um die russischen Eliten bestellt?

Die russischen Eliten liegen auf Rang 67. Das ist mittelmäßig, und Russland wird natürlich dieses Jahr sehr tief fallen. Wir haben ja gesehen, dass Chinas politische Eliten mächtig sind. Aber lange nicht so mächtig wie Russlands politische Eliten, also der Kreml oder die Staatskonzerne. Die liegen bei Macht auf Rang 112, das ist für ein europäisches Land eine sehr niedrige Platzierung.

Für die politische Macht gibt es 30 bis 40 Indikatoren. Da unterscheiden sich Russland und China. Um die Pressefreiheit steht es schlecht in China, in Russland inzwischen aber auch. Russland ist aber zum Beispiel viel zentralistischer als China.

Auch interessant ist, dass Chinas Wirtschaftseliten sehr wenig Macht haben; sie liegen auf Rang 14 und damit auf europäischem Niveau. Russlands Wirtschaftselite — die Oligarchen — hat deutlich mehr Macht (Rang 81). Die Wertschöpfung der Oligarchen ist deutlich größer als die der politischen Eliten Russlands. Aber trotzdem haben die mächtigen Oligarchen viel weniger Macht als die politischen Eliten.

Was sagen Sie zu den Eliten in Deutschland (Rang 11)?

Die deutschen Eliten schneiden relativ gut ab im Vergleich zu den anderen Großmächten der EU, also Frankreich (24), Italien (40) oder Spanien (34) — aber schlechter als jene in Holland (5), Schweden (6) oder Estland (10). Das Problem: Deutschland als führende Wirtschaftsmacht Europas sollte noch besser abschneiden. Der deutsche Staat könnte zum Beispiel noch mehr Wert schaffen. Auch die Wirtschaftseliten (Rang 14) könnten mehr bringen. Unter den weltweiten Top 100 Unternehmen der Marktkapitalisierung sind keine deutschen Firmen zu finden.

Die deutschen Eliten haben offenbar nicht die Fähigkeit, zu skalieren und neue Geschäftsmodelle zu verstehen. Sie sind effiziente und ehrliche Bürokraten, aber schlechte Innovatoren: operativ gut, aber nicht so strategisch. Das ist schade, weil die deutschen Eliten mit den besten Arbeitnehmern, Technikern, Ingenieuren oder Ärzten der Welt rechnen können. Daher sagen wir, dass deutsche Eliten viel mehr Wert schaffen könnten. Deutschland ist natürlich schon sehr wohlhabend. Es wird aber nur weiter wachsen, wenn sich die Geschäftsmodelle seiner Eliten deutlich verbessern. Sonst droht eine Stagnation. 

Können Sie ein paar Beispiele nennen, was droht, wenn wir in Deutschland eine Ideen-Stagnation erleben?

Es besteht zum Beispiel eine Gefahr, wenn Autos oder Maschinen in zehn Jahren wie erwartet eher Gadgets sein werden. Deutschland kann dann zwar vielleicht noch die besten Autos und genauesten Maschinen bauen. Aber das Gehirn der Autos und der Maschinen, also Mikrochips oder Steuerungssoftware — dieser Teil mit dem größten Mehrwert könnte dann aus dem Ausland kommen, aus den USA oder China. Das hieße, Deutschlands Unternehmen würden weniger Gewinne machen – und auf der internationalen Wertschöpfungskette in immer marginalere Teile abrutschen. 

Eliten müssen bereit sein, Risiken auf sich zu nehmen. Die deutschen Eliten haben aber keinen Appetit auf Risiko; sie verstehen Risiko nicht, wie das amerikanische, chinesische oder israelische Eliten tun. Das ist ein intellektuelles, aber auch ein kulturelles Problem. Erfolgreiche Start-up-Gründer etwa in Berlin müssen für größere Venture-Capital-Summen mit US-Eliten zusammenarbeiten, denn ab einer gewissen Größe haben die deutschen Investoren zu wenig Risikobereitschaft. Es ist, als ob eine Art Höhenangst der deutschen Führungskräfte in Wirtschaft und Politik das Wachstumspotenzial deutscher Firmen und Talente unterdrückt. Da sind Engländer, Franzosen, Schweizer oder Holländer deutlich besser.

Die deutschen Eliten sind sehr wichtig für die gesamte EU. Wenn die deutschen Eliten keine Exzellenz erreichen, hat die EU keine Zukunft.

Die Theorie einfach erklärt

Mit den von dieser Theorie abgeleiteten Messinstrumenten wollen die Forschenden Politik, Finanzwelt und Firmen zu Reformen und Transformationen hin zu nachhaltiger Wertschöpfung anregen. Das Team in St. Gallen ist international und multidisziplinär: Volkswirte, Soziologen, Finanzexperten. Casas selbst kommt aus der Wirtschaftswissenschaft.

Wichtig sind nach der Theorie nicht nur das Machtgefüge und die Institutionen in einem Staat, sondern auch die Anreize für Eliten und ihre Geschäftsmodelle. Fördert das Umfeld nachhaltiges Wachstum, Innovation und verantwortliches Agieren von Firmen und Politikern? Bezieht es die Anliegen künftiger Generationen mit ein? Oder wird toleriert, dass jeder nur nach Maximierung des eigenen Gewinns strebt – auch auf Kosten schwächerer Teile der Gesellschaft? Rent-Seeking nennt man es, wenn Eliten in korrupten Systemen immer sofort da sind, wenn der Staat etwas zu verteilen hat. 

Wie lässt sich die Welt verändern? „Reformen statt Geld drucken“

Was wollen Sie mit ihrer neuen Elite-Theorie erreichen - und warum ist sie Ihrer Ansicht nach wichtig?

Tomas Casas: Wir wollen die Welt verstehen und verändern. Wenn es eine Krise gibt, gibt es bisher nur zwei Antworten darauf: Geldpolitik oder Fiskalpolitik — also Geld ausgeben oder Geld drucken, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Wir denken, dass diese zwei Wege nicht mehr funktionieren. Geldpolitik funktioniert nicht mehr, weil wir schon so lange eine Nullzinspolitik haben und die Zinsen gar nicht weiter senken können. Die Ausgabenpolitik steht auch am Ende, denn wer zahlt denn die ganzen dadurch entstehenden Schulden? Die neue Generation zahlt die Schulden der alten Generation, das ist eine Katastrophe und ganz und gar unfair. Wie können wir so etwas der Jugend antun?! Viel zu viele Geschäftsmodelle transferieren von der Zukunft in die Gegenwart: durch Inflation, Umweltverschmutzung, Klimawandel. Die nächste Generation muss dafür zahlen.

Und das Drucken von Geld führt zu steigender Inflation.

Allerdings. Die Inflation ist eins der ausbeuterischsten Geschäftsmodelle, die je erfunden wurden. Es geht also auch um die Frage: Wo wird die Inflation künftig stärker steigen, in China oder im Westen? Das hat auch mit der Qualität der Eliten zu tun. 

Was wir sagen ist, dass man alle Probleme der Wirtschaft und der Menschheit stattdessen durch strukturelle Reformen angehen muss. Was muss man reformieren? Die Geschäftsmodelle der Eliten. Dazu braucht es keine Revolution, sondern gezielte Reformen und eine Transformation von innen. Systematische strukturelle Reformen auf der Basis nachhaltiger Wertschöpfung wären ein neuer Ansatz in der politischen Ökonomie. 

Dazu versuchen wir, eine Aussage über die Zukunft der Länder zu treffen. Wir hoffen zum Beispiel sagen zu können, dass es in einem Land künftig besser werden wird, weil sich die Geschäftsmodelle der Eliten messbar verbessert haben. Wir möchten Modelle entwickeln, mit denen wir drei, fünf oder sogar zehn Jahre im Voraus Wachstum prognostizieren können.

Könnten Sie dafür ein Beispiel nennen?

Interessant ist hier wieder China: Die Wertschöpfung der Eliten in China entspricht nach unserem Index in etwa jener der Eliten in Italien oder Frankreich — obwohl Chinas Bruttoinlandsprodukt pro Kopf viel niedriger ist. Unsere Annahme ist: Wenn die Qualität der chinesischen Eliten gleich bleibt, wird China so lange weiter wachsen, bis es ungefähr in 30 Jahren das BIP pro Kopf des heutigen Frankreich erreicht. 

Schauen wir nach Afrika. Gute Nachrichten: Da sehen wir, dass die meisten Länder wachsen werden. Aber nicht Südafrika – das Land etwa hat nur dann weiteres Wachstumspotenzial, wenn sich die Qualität seiner Eliten verbessert. Rwanda, Ghana, Botswana hingegen müssen nur die Elitenqualität konstant halten, und sie werden weiter wachsen. Rwanda hat gute Geschäftsleute und Wirtschaftseliten — auch wenn die politischen Eliten relativ wenig Werte schöpfen. Diese haben aber auch wenig Macht. In Ländern wie Sudan oder Äquatorial-Guinea extrahieren die Eliten Werte. Diese Staaten werden eher Probleme haben. (ck)

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