Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Keine Aufwertung des Yuan

China bleibt in Wechselkurspolitik hart

China hat die Forderung der Europäischen Union nach einer "geordneten und schrittweisen" Aufwertung seiner Währung zurückgewiesen.

Nanjing. China hat auf einem Spitzentreffen mit führenden EU-Vertretern keine Bereitschaft zu Änderungen seiner Wechselkurspolitik erkennen lassen. Ministerpräsident Wen Jiabao wiederholte am Sonntag in Nanjing die seit längerem geltende Position der Volksrepublik. Demnach möchte das Land seine Währung, den Yuan, auf einem "vernünftigen, ausgewogenen Niveau" halten.

Im staatlichen chinesischen Fernsehen machte Wen zudem deutlich, dass er den Zeitpunkt noch nicht für gekommen halte, an dem die Staaten aus ihren teuren Konjunkturprogrammen aussteigen sollten.China ist laut Wen an stabilen Wechselkursen der bedeutenden Welt-Währungen interessiert. Er gab damit klar zu verstehen, dass China nicht glücklich mit dem Wertverfall des Dollar ist, an dem sich der Yuan-Kurs ausrichtet.

Der Präsident der EU-Kommissionspräsident, José Manuel Barroso, sagte in Nanjing, die Orientierung des Yuan am Dollar sei für einige Bereiche der europäischen Wirtschaft problematisch. "Nicht, weil der Euro zu stark, sondern der Dollar zu schwach ist, und das schafft einige Probleme." Neben Barroso waren der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, EU-Währungskommissar Joaquín Almunia und der Eurogruppen-Vorsitzende Jean-Claude Juncker nach China gereist. Trichet sagte, eine Aufwertung in China wäre "in jeder Hinsicht gut". Ein stärkerer Yuan würde helfen, Handelsungleichgewichte in der Weltwirtschaft zu beseitigen. Juncker betonte, es gehe den Europäern nicht um eine kurzfristige Aufwertung, sondern um ein schrittweises Vorgehen.

Wen ließ aber nicht erkennen, dass China auf dieses europäische Anliegen eingehen wird. Die Ausrichtung des Yuan an den US-Dollar verschafft dem Land bei einem schwachen Dollar Vorteile im Export. China ist neben Deutschland die weltweit größte Ausfuhrnation. Peking wird von den Industrieländern seit längerem mehr oder weniger deutlich zu mehr Wechselkursflexibilität aufgefordert. (rtr/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare