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Thomas Cook-Pleite

Überbrückungskredit für Condor: Bundesregierung alarmiert

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Wirtschaftsministerium prüft Antrag auf Überbrückungskredit für Cook-Tochter Condor.

Nach der Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook bereitet sich die Bundesregierung auf mögliche Konsequenzen für Touristen aus Deutschland vor. Das Auswärtige Amt habe eine Krisenvorsorgesitzung einberufen, sagte ein Ministeriumssprecher. Man sei mit allen betroffenen Stellen in Kontakt, darunter auch das Verkehrs- und das Wirtschaftsministerium, Branchenverbände und die Versicherung. Auch die Botschaften und Konsulate vor Ort seien informiert und stünden als Anlaufstelle zur Verfügung.

Mit Blick auf mögliche Kosten für Reisende betonte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, die Rechtslage in Deutschland sei eine andere als in Großbritannien. In Großbritannien stehe unmittelbar der Staat in der Pflicht. In Deutschland gebe es für die Reiseveranstalter dagegen eine Insolvenzpflichtversicherung. Diese hat eine Maximalsumme von 110 Millionen Euro. Offen blieb, was passiert, wenn die ausgeschöpft ist.

Condor: Summe von rund 200 Millionen Euro benötigt

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigte, dass die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor bei der Bundesregierung einen Überbrückungskredit beantragt hat. Dieser werde nun geprüft. Zur Höhe des Kredits und zum Zeitpunkt einer Entscheidung machte er keine Angaben. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, im Gespräch sei eine Summe von rund 200 Millionen Euro.

Die hessische Landesregierung stellt Condor finanzielle Hilfe in Aussicht. „Grundsätzlich sind wir offen, Condor bei der Überbrückung der aktuellen Krise zusammen mit dem Bund behilflich zu sein, etwa durch eine ergänzende Landesbürgschaft“, teilte die schwarz-grüne Landesregierung am Montag in Wiesbaden mit. „Natürlich müssen wie bei jedem anderen Unternehmen auch die Voraussetzungen für eine staatliche Hilfe gegeben sein. Das prüfen wir schnellstmöglich, aber mit der gebotenen Sorgfalt“, erklärte die Landesregierung.

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Die rechtspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), forderte eine kürzere Frist für die Bezahlung von Reisen, um das finanzielle Risiko für Reisende zu minimieren. „Denen, die die Reise noch nicht angetreten haben, würde es helfen, wenn der Reisepreis erst kurz vor Antritt fällig würde. Das sollten wir als ersten Schritt angehen“, sagte sie. (mit dpa)

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