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Bürgergeld: Auszahlung im Januar 2023 – Wann das Geld kommt

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Von: Andreas Apetz

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Das Bürgergeld wird Hartz IV ab dem kommenden Jahr ersetzen. Den ersten Beitrag gibt es bereits im Jahr 2022. Alle Auszahlungstermine im Überblick.

Frankfurt – Es war ein langer politischer Weg, doch nun ist es soweit: Nach 23 Jahren wird die Arbeitslosen-Hilfe Hartz 4 vom Bürgergeld abgelöst. Ab dem 1. Januar 2023 wird die umfangreiche Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende in Kraft treten. Das zentrale Ziel der Neuerung ist eine dauerhafte Integration der Leistungsbeziehenden in den Arbeitsmarkt. Die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen soll durch Förderung der Qualifikation und Berufsausbildung gestärkt werden.

Neben verbesserten Möglichkeiten des Qualifikationserwerbs, wurden auch die Regelsätze angepasst. Berechtigte sollen beim Bürgergeld pro Monat mehr Geld erhalten als zuvor bei Hartz IV. Obwohl das Bürgergeld erst ab dem 1. Januar 2023 in Kraft tritt, erfolgt die erste Auszahlung noch 2022. Hier erfahren Sie, wann die neuen Regelsätze ausgezahlt werden.

Bürgergeld-Auszahlung noch 2022: Reform stand lange auf der Kippe

Die Bürgergeld-Reform 2023 war lange Zeit ungewiss. Die Ampel-Regierung unter Olaf Scholz (SPD) hatte die Erneuerung der Grundsicherung schnell auf den Weg gebracht und bereits im Wahlkampf mit der Abschaffung von Hartz IV geworben. Obwohl Grüne und FDP das Projekt unterstützen, schien das Bürgergeld zunächst am Oppositionsblock der Union zu scheitern. Erst im Vermittlungsausschuss konnte eine Einigung zum Bürgergeld erzielt werden, die eine Umsetzung noch vor dem Jahreswechsel 2022/2023 ermöglicht.

Das Jobcenter: Im November waren in Deutschland etwas weniger Personen arbeitslos als im Vormonat.
Ab dem 1. Januar 2023 wird Hartz IV durch das Bürgergeld ersetzt. (Symbolfoto) © Hauke-Christian Dittrich / dpa

Katja Mast, erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, bezeichnete die Übereinkunft zwischen Ampel und CDU/CSU als „tragfähigen Kompromiss.“ Die Regierung musste unter anderem beim geplanten Schonvermögen zurückfahren und ging mit dem Streichen einer Vertrauenszeit den Wünschen der Opposition nach. Alle Parteien werteten das Durchsetzten des Bürgergeldes schließlich als Erfolg.

Auszahlung des Büchergelds: Alle Termine auf einen Blick

Die erhöhten Regelsätze sollen allen Leistungsbeziehenden angesichts der Inflation mehr monetäre Mittel zur Verfügung stellen. Doch wann werden die Beiträge überwiesen? Zunächst einmal gilt weiterhin die Regel, dass das Geld einen Monat im Voraus überwiesen wird. Alle Beziehenden erhalten ihr Geld also bereits im Vormonat. Die genauen Termine für das Bürgergeld 2023 finden Sie hier im Überblick:

Auszahlungsmonat 2023Gutschrift auf Konto
JanuarFreitag, 30. Dezember 2022
FebruarDienstag, 31. Januar 2023
MärzDienstag, 28. Februar 2023
AprilFreitag, 31. März 2023
MaiFreitag, 28. April 2023
JuniMittwoch, 31. Mai 2023
JuliFreitag, 30. Juni 2023
AugustFreitag, 31. Juli 2023
SeptemberDonnerstag, 31. August 2023
OktoberFreitag, 29. September 2023
NovemberDienstag, 30. Oktober 2023
DezemberDonnerstag, 30. November 2023
Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Wie ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, handelt es sich bei dem Tag der Gutschrift um den Tag, an dem die Verfügbarkeit auf dem Konto des Bürgergeld-Empfangenden gegeben ist. In der Regel sei das Geld bis spätestens 24 Uhr auf dem Konto verfügbar. Allerdings könne es durch einzelne Kreditinstitute zu Abweichungen kommen.

Bürgergeld: Was tun, wenn die Zahlung ausbleibt?

Sollten Sie Ihren Beitrag nicht am oben genannten Datum erhalten haben, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Zunächst einmal können sich die Überweisungen je nach Jobcenter um ein bis zwei Tage verzögern. Neben vergessener Zahlungsanweisungen oder Buchungsfehler können auch laufende Widersprüche dazu geführt haben, dass die Überweisungen gestoppt wurden.

Sollten der nächste Monat bereits begonnen haben und Sie warten auffallend lange auf Ihren Beitrag, überprüfen Sie erst die Richtigkeit Ihre Bankdaten und wenden Sie sich danach umgehende an das entsprechende Jobcenter. Im Gespräch mit dem Fachpersonal können Probleme und Gründe für die Verzögerung der Überweisung meist schnell geklärt werden. (aa/dpa)

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