Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

CO2-Krise in Großbritannien
+
Schweine auf einem Bauernhof in Staffordshire. Wegen einer CO2-Krise in Großbritannien drohen nach Ansicht der Lebensmittelindustrie bald akute Versorgungsprobleme in Supermärkten und Gastronomie.

Nahrungsmittelversorgung

Britischer Verband: Mögliche Lebensmittelknappheit

Die Lieferketten in Großbritannien stehen unter Druck: Es fehlt an CO2 zur Verpackung von Lebensmitteln - insbesondere von Fleischprodukten. Mitschuld ist der hohe Erdgaspreis.

London - Wegen einer CO2-Krise in Großbritannien drohen nach Ansicht der Lebensmittelindustrie bald Versorgungsprobleme in Supermärkten und Gastronomie.

Vor allem die Produktion von Hühner- und Schweinefleisch sowie von Backwaren sei betroffen, sagte Ian Wright, Chef des Lebensmittel- und Getränkeherstellerverbands FDF, am Dienstag dem Sender BBC Radio 4. „Wir haben noch etwa zehn Tage, bevor Verbraucher, Kunden und Restaurantbesucher merken, dass diese Produkte nicht vorrätig sind.“

Es mangelt auch an Fahrpersonal

Wegen Zehntausender fehlender Lastwagenfahrer kam es bereits zu Lücken in den Regalen. Derzeit belastet zudem ein Mangel an Kohlenstoffdioxid (CO2) die Herstellung etwa von Fleischprodukten. Das Gas wird benötigt, um Verpackungen vakuumsicher zu versiegeln. Es handle sich um eine echte Krise, sagte Wright. Die Lieferketten zur Versorgung von Supermärkten und Gastronomie stünden so stark unter Druck wie seit 40 Jahren nicht mehr.

CO2 fällt bei der Düngemittelproduktion an. Hersteller wurden aber zuletzt von den gestiegenen Erdgaspreisen getroffen. Der wichtige Produzent CF Industries legte deshalb vorerst zwei Fabriken in Großbritannien still. Nun könnte eine akute Krise abgewendet worden sein: Nach Verhandlungen mit Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng kündigte das US-Unternehmen am Dienstag an, den Betrieb wiederaufzunehmen. CF und die Regierung hatten über Finanzhilfen verhandelt.

Hohe Energiepreise belasten Verbraucher

Die in die Höhe geschnellten Gaspreise - das Plus seit Jahresbeginn beträgt rund 250 Prozent - sorgen auch unter britischen Verbrauchern für Unruhe. Kwarteng räumte ein, dass vor allem ärmeren Familien ein harter Winter bevorstehe. Der Anstieg der Gaspreise fällt mit der Kürzung einer Sozialleistung zusammen, die die Regierung wegen der Pandemie erhöht hatte. Kwarteng und die Aufsichtsbehörde Ofgem kündigten an, die Preisobergrenze für Energiekosten solle anders als geplant vorerst nicht erhöht werden. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare