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Welches Glas muss es sein?

Krankenkassen

Brille auf Kosten der Kassen

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Die Grünen beantragen: Gesetzliche Versicherungen sollen künftig Brillen-Gläser finanzieren.

Die Grünen fordern, dass Brillen künftig wieder für alle Versicherten von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. „Gutes Sehen darf kein Luxus sein“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nach den aktuellen Regelungen müsse man fast blind sein, um Leistungen der Krankenversicherung zu bekommen, kritisierte sie.

Die dann gewährten Zuschüsse seien mickrig und mit unverhältnismäßigem bürokratischen Aufwand verbunden. „Das muss sich ändern. Wer auf eine Brille angewiesen ist, sollte Anspruch auf solidarisch getragene Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung haben“, forderte sie.

Dazu haben die Grünen einen Bundestagsantrag vorgelegt. Er sieht einen schrittweisen Ausbau der Leistungen vor, damit die Kosten für die Krankenversicherung nicht sprunghaft ansteigen. In einem ersten Schritt sollen diejenigen einen Anspruch auf vollständige Kostenerstattung bekommen, die eine Brille mit mindestens plus/minus fünf Dioptrien benötigen. Die Hälfte der Kosten sollen bei einer Fehlsichtigkeit ab plus/minus zwei Dioptrien übernommen werden. Gefordert wird zudem eine Entlastung von Hartz-IV-Empfängern. „Die Vorschläge bedeuten spürbare Verbesserungen für über 40 Millionen Menschen mit Sehbeeinträchtigung in Deutschland, die sich keine Sorgen mehr machen müssten, dass die Anschaffung einer neuen Brille zur Einkommensbelastung wird“, sagte Klein-Schmeink. Das Ziel müsse eine vollständige Erstattung der Kosten für allen Versicherten sein.

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