Deutsche Post

Briefporto steigt auf 80 Cent

Der neue Preis soll bis zum Jahr 2021 gelten.

Ein Standardbrief der Deutschen Post kostet ab Juli 80 Cent. Außerdem steigt das Porto für eine Postkarte im Inland auf 60 Cent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Diese Preise sollen demnach bis Ende 2021 unverändert gelten.

Damit erhöht sich das Porto für einen Standardbrief nach „mehr als drei Jahren Preisstabilität“ um zehn Cent, wie die Post betonte. Sie verwies darauf, dass der europäische Durchschnittspreis für einen inländischen Standardbrief derzeit bei 97 Cent liegt.

Ebenfalls zehn Cent teurer werden ab Juli in Deutschland der Kompaktbrief, der Großbrief und der Maxibrief. Das Porto für die Postkarte erhöht sich um 15 Cent – das Verschicken kostete mehr als 15 Jahre lang 45 Cent.

Zuvor hatte die Bundesnetzagentur einen Preiserhöhungsspielraum festgelegt - auf dieser Basis beantragte die Post daraufhin das Porto in den einzelnen Briefarten. In einem abschließenden Schritt nimmt die Behörde den Antrag unter die Lupe, was aber als Formsache gilt. Die Erhöhung ist umstritten - ursprünglich sollte das Porto insgesamt nicht so stark steigen.

Für nicht verbrauchte Marken unterhalb des neuen Werts wird es Ergänzungsmarken im Wert von fünf, zehn, 15 und 20 Cent geben. Ein Umtausch der alten Wertzeichen ist damit nicht nötig, wie das Unternehmen mitteilte.

Weil die Deutschen immer weniger Briefe schreiben, sind die Ausgaben eines Durchschnittshaushalts für Porto von monatlich 3,32 Euro im Jahr 2009 auf 2,34 im Jahr 2017 gesunken, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. (afp/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare