Bogner

Bogner zieht sich weitgehend zurück

Willy Bogner zieht sich weitgehend aus seinem Modeunternehmen zurück.

Der ehemalige Skirennläufer übergibt die Gesellschafterrolle an eine vom Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz geleitete Treuhandgesellschaft, wie das Unternehmen am Freitag am Sitz der Sportmodemarke Bogner mitteilte. „Im Alter von fast 78 Jahren habe ich erkannt, dass ich das Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft nicht mehr so tatkräftig und intensiv begleiten kann, wie es erforderlich ist“, sagte Bogner. Zuvor hatten das „Handelsblatt“ und der „Spiegel“ über den Rückzug berichtet.

Das Unternehmen habe in den vergangenen beiden Jahren „erste Schritte auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur gemacht“, schreibt Bogner in einem Brief an die Mitarbeiter, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 2018 erreichte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 159 Millionen Euro und verdiente vor Steuern rund 300 000 Euro. Für das laufende Jahr rechne man mit einem „durchaus positiven Ergebnis“.

Die Weichenstellungen seien ihm nicht leichtgefallen, schreibt Bogner. Doch er betont: „Sportsgeist heißt auch, im Dienst des Teams und des gemeinsamen Ziels rechtzeitig Platz zu machen.“ Bereits im Oktober war Bogners Tochter Florinda Bogner in den Aufsichtsrat eingezogen, sie strebt ihrem Vater zufolge aber keine aktive Rolle im Tagesgeschäft an.

Ganz will sich Bogner aber offenbar nicht aus seinem Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern zurückziehen: Im Brief an die Belegschaft schreibt er, die neue Aufstellung ermögliche es ihm, „mich künftig darauf zu konzentrieren, meine Ideen für die Gestaltung von Marke, Design und Kollektionen einzubringen“. Auch der Treuhänder Arndt Geiwitz ist kein Unbekannter. In der Vergangenheit war er unter anderem Insolvenzverwalter bei Schlecker und Weltbild. (dpa)

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