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Corona-Impfkampagne

Drei Milliarden Dosen Impfstoff: Biontech weitet Produktion aus

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Biontech startet mit einem Milliardengewinn ins Jahr 2021 und will die Impfstoffproduktion mehr als verdoppeln. In einer Web-Konferenz gab das Unternehmen auch Ausblicke auf künftige Innovationen.

Mainz – Beflügelt von einem starken ersten Quartal mit Milliardengewinn will das Mainzer Unternehmen Biontech die Produktion seines Corona-Impfstoffs weiter ausbauen und die Forschung in der Krebs-Therapie vorantreiben. „Unser Ziel ist es, zum globalen Machtzentrum der Immuntherapie im 21. Jahrhundert zu werden“, sagte Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin am Montag bei der Vorstellung der Wirtschaftsdaten im ersten Quartal. Gleichzeitig sprach Sahin sich klar gegen die Aufhebung von Patenten aus.

Der Nettogewinn des Mainzer Biotechnologie-Unternehmen lag im ersten Quartal 2021 bei 1,1 Milliarden Euro – eine Verdreifachung im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Mio). Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen – aufgrund von hoher Forschungs- und Entwicklungskosten. Einen noch steileren Anstieg sah das Unternehmen beim Umsatz, der in den ersten drei Monaten nach vorläufigen Zahlen 2,05 Milliarden Euro erreichte. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im Vergleichszeitraum 2020 (27,7 Mio).

Biontech und Pfizer: 91 Länder mit insgesamt 450 Millionen Dosen Corona-Impfstoff beliefert

Der Anstieg erkläre sich vor allem durch die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer, sagte Finanzchef Sierk Poetting in der Web-Konferenz des Unternehmens. Bis zum 6. Mai wurden demnach in Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Pfizer weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert.

Biontech sei sich seiner globalen Verantwortung im Kampf gegen die Corona-Pandemie bewusst, sagte Sahin. Daher sei die Produktionskapazität für dieses Jahr von ursprünglich 1,3 Milliarden Impfstoffdosen auf bis zu drei Milliarden gesteigert worden. Davon seien voraussichtlich mehr als 40 Prozent für Länder mit mittlerem und geringem Einkommen bestimmt, sagte Sahin mit Blick auf Forderungen nach einer global gerechten Verteilung des Impfstoffs und einer Aufhebung von Patenten.

Nächstes Projekt für Biontech nach Corona-Impfstoff: Zukunft liegt in Krebstherapien

Biontech plane eine Niederlassung in Singapur zu gründen und dort auch eine Produktionsanlage für den mRNA-Impfstoff aufzubauen, sagte Sahin. „Zusammen mit anderen Impfstoff-Entwicklern wird in den nächsten neun bis zwölf Monaten mehr als genug Impfstoff hergestellt, und es gibt nicht die geringste Notwendigkeit, Patente aufzuheben.“ Zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs sagte Sahin, der Wirkstoff sei auch gegen die bisher aufgetretenen Varianten wirksam, so dass es derzeit nicht erforderlich sei, den Impfstoff anzupassen.

Die für medizinische Forschung zuständige Biontech-Chefin Özlem Türeci zeigte sich zuversichtlich, dass auch die Vorhaben des Unternehmens zu Krebstherapien vielversprechend seien. In ersten klinischen Tests habe sich gezeigt, dass Wirkstoffe mit mRNA-Botenmolekülen die Größe von Tumoren reduzieren könnten. (ska mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © MARTIN BUREAU/AFP

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