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Berlin ist die unangefochtene Gründermetropole Deutschlands und erntet damit auch europaweit Beachtung.
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Berlin ist die unangefochtene Gründermetropole Deutschlands und erntet damit auch europaweit Beachtung.

Gründerhauptstadt

Berlin zieht Kapital für Start-ups an

  • VonMatthias Loke
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Die Summe des sogenannten Wagnis-Kapitals hat innerhalb Berlins über drei Jahre fast vervierfacht. Damit zieht die deutsche Hauptstadt Kopf an Kopf mit anderen Gründungsmetropolen weltweit mit. Dennoch gebe es viel Potenzial für Berlins Szene.

Die Summe des sogenannten Wagnis-Kapitals hat innerhalb Berlins über drei Jahre fast vervierfacht. Damit zieht die deutsche Hauptstadt Kopf an Kopf mit anderen Gründungsmetropolen weltweit mit. Dennoch gebe es viel Potenzial für Berlins Szene.

Berlin zieht risikobereite und kreative Gründer an – und auch das nötige Geld, um die Unternehmungen zum Erfolg zu bringen. Laut einer Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom und des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) fließt mehr als die Hälfte des Wagnis-Kapitals für Start-ups im Bereich Internet und Informationstechnologie in die Hauptstadt. Im vergangenen Jahr bekamen die jungen Unternehmen etwas mehr als 133 Millionen Euro sogenanntes Venture Capital.

Drei Jahre zuvor waren es nur 34,2 Millionen Euro. Das heißt, seit 2009 hat sich die Summe, die in Beteiligungen gesteckt wurden, fast vervierfacht. Solche Investitionen können bei einem Durchstarten des Unternehmens hohe Renditen einbringen, allerdings ist das Risiko – bis hin zum Totalverlust – meist sehr groß.

Berlin unterstreicht einmal mehr damit seinen Ruf als Gründerhauptstadt Deutschlands und als europäisches Zentrum für Start-ups. Die anderen Bundesländern können da nicht mithalten. Mit deutlichem Abstand liegen die Ländern Baden Württemberg (24,0 Millionen Euro Zusagen an Wagnis-Kapital) und Bayern (18,9 Millionen Euro) im Länder-Ranking hinter Berlin auf den Plätzen zwei und drei.

Steuervorteile erhalten

Bitkom-Präsident Dieter Kempf sagte, Berlin habe in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung zur Start-up-Metropole gezeigt und werde inzwischen international in einem Atemzug mit London, Tel Aviv oder dem Silicon Valley genannt“. Der Zustrom von Wagnis-Kapital in die Hauptstadt dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gesamtsumme für ganz Deutschland in Internet- und Informationstechnologie bei gerade einmal 241 Millionen Euro liege. Das sei weniger als 2011, als 255,5 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Wenn es nicht genügend Risikokapital gebe, würden Start-ups geradezu gezwungen, ins Ausland zu gehen, warnte Kempf.

Insgesamt haben Venture-Capital-Geber im vergangenen Jahr in 252 Start-ups in den Bereichen IT und Internet investiert. Davon stammten mit 73 knapp 30 Prozent der Firmen aus Berlin. 44 kamen aus Bayern, 22 aus Hamburg, 20 aus Nordrhein-Westfalen und 16 aus Baden-Württemberg.

Der Bundesverband der Deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften betonte, die Wagniskapital-Finanzierungen in Deutschland würden im internationalen Vergleich immer noch spürbar zurückliegen. Der Verband und Bitkom fordern daher, die Rahmenbedingungen für privates Wagniskapital in der kommenden Legislaturperiode deutlich zu verbessern. Zugleich müssten die Vorteile des Steuerrechts, insbesondere die Steuerbefreiung von Gewinnen aus der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen, erhalten bleiben.

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