Strukturwandel

Beratung im Job

Die Bundesagentur will Beschäftigte künftig besser auf die Zukunft vorbereiten.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will künftig Beschäftigte bereits in den Betrieben mit berufsbegleitender Beratung für den Strukturwandel – etwa in der Autoindustrie – fit machen. „Wir haben dafür rund 1,1 Milliarden Euro in den Haushalt eingestellt. Wir entwickeln die Bundesagentur gerade dafür weiter und beginnen damit, die Mitarbeiter für diese Aufgabe zu qualifizieren“, sagte Bundesagentur-Chef Detlef Scheele in Nürnberg. Die notwendigen gesetzlichen Weichen hatte die Bundesregierung zum Jahresanfang mit dem Qualifizierungschancengesetz gestellt.

Nach Scheeles Worten sieht sich die Bundesagentur nicht nur wegen der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt gefordert. Auch mit der anstehenden Umrüstung der Automobilbranche auf die Produktion von E-Autos stehe die Bundesagentur vor neuen Herausforderungen. Viele Beschäftigte der Branche würden nicht umhinkommen, sich mit Fortbildungsmaßnahmen darauf einzustellen. „Ich möchte, dass die Bundesagentur nicht nur eine Behörde bleibt, an die man sich wendet, wenn man bereits arbeitslos geworden ist, sondern sie soll auch zu einer Institution werden, die auch Beschäftigte berät und begleitet, wenn sie unsicher sind, wie sich ihr Arbeitsplatz entwickelt“, sagte Scheele.

Erste Erfahrung mit der künftig bundesweiten berufsbegleitenden Beratung hat die Agentur bereits mit Modellprojekten bei einigen deutschen Großbetrieben gesammelt, hieß es. (dpa)

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