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BayernLB bleibt trotz Gewinnen vorsichtig für 2011

Die BayernLB blickt trotz erster Erfolge bei der Sanierung vorsichtig in das Jahr 2011. «Wir gehen nicht davon aus, ...

München. Die BayernLB blickt trotz erster Erfolge bei der Sanierung vorsichtig in das Jahr 2011. «Wir gehen nicht davon aus, dass noch einmal so bombastisch läuft wie 2010», sagte BayernLB-Chef Gerd Häusler am Mittwoch in München.

Er rechnet zwar für 2011 erneut mit einem Gewinn, dieser werde aber voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr. 2010 fuhr die Bank unter dem Strich einen Gewinn von 590 Millionen Euro ein, nach einem Verlust von 3,1 Milliarden Euro im Jahr davor. «Die Wirtschaftslage in Deutschland war gut, davon haben wir profitiert», sagte Häusler. Die Vorsorge für den Ausfall von faulen Krediten konnte die Bank trotz Problemen bei der ungarischen Tochter MKB deutlich herunterfahren.

Zudem zeige das Restrukturierungsprogramm unter dem Namen «Herkules» Erfolge, das zu einem großen Teil umgesetzt sei. Künftig muss sich an der Seite von Häusler ein neuer Finanzchef um die Fortsetzung kümmern: Der bisherige Finanzvorstand und stellvertretende BayernLB-Chef Stefan Ermisch verlässt das Unternehmen Ende April. Zu den Gründen für den Abtritt äußerten sich Häusler und Ermisch auf Nachfragen nicht. Ermisch werde sich neuen beruflichen Aufgaben stellen, hieß es nur.

Neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender wird Edgar Zoller, der bereits seit Mai 2009 im Vorstand der BayernLB ist. Den Finanzvorstand übernimmt Stephan Winkelmeier, der dem Gremium seit dem vergangenen Jahr angehört. Ermisch gehörte in den Krisenjahren der BayernLB zu den wichtigsten Managern der Bank. Als der frühere Chef Michael Kemmer auf dem Höhepunkt der Krise Ende 2009 gehen musste, stand Ermisch einige Monate an der Spitze der Bank und leitete die Sanierung ein.

In den Jahren 2008 und 2009 fuhr die BayernLB wegen milliardenschwerer Fehlspekulationen auf dem US-Immobilienmarkt und des Desasters um den Fehlkauf der Hypo Alpe Adria Verluste von zusammen nahezu acht Milliarden Euro ein. Nach der Rettung durch das Land Bayern im Jahr 2008 musste die Bank sich radikal verkleinern, zahlreiche Auslandsniederlassungen schließen und tausende Stellen streichen.

Allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Mitarbeiter um rund 1000 auf knapp 11 000. Ihren größten Verlustbringer, die Hypo Alpe Adria gab sie Ende 2009 notgedrungen an Österreich ab. Im Gegensatz zur BayernLB gelang der Bank bis heute nicht die Wende: Im vergangenen Jahr machte sie nach eigenen Angaben von Mittwoch einen Verlust in Höhe von 1,06 Milliarden Euro.

Häusler zeigte sich zuversichtlich, dass Bayern als Besitzer der BayernLB ab dem Jahr 2013 wieder Geld sieht. Dann könne die Bank Gebühren für eine stille Einlage zahlen, die Bayern gewährt hatte. Die Staatsregierung hatte in diesem Jahr vergeblich auf gut 250 Millionen Euro daraus gehofft. Grund ist eine Vorschrift der EU-Kommission: Brüssel verbietet Ausschüttungen geretteter Banken an ihre Eigentümer, solange nicht das Restrukturierungsverfahren abgeschlossen ist und die Banken wirtschaftlich gesundet sind.

Die Verhandlungen mit der EU-Kommission sieht die BayernLB aber auf einem guten Weg. «Die BayernLB ist zuversichtlich, durch eine Einigung mit der Kommission das laufende Beihilfeverfahren noch vor der Sommerpause dieses Jahres abschließen zu können.» (dpa)

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