Hauptversammlung

BASF startet durch

Glückliche Aktionäre: Auf seiner Jahreshauptversammlung hat der Chemiekonzern BASF einen Rekordstart ins Jahr 2011 verkündet - trotz still stehender Förderanlagen des Konzerns in Libyen.

Die Geschäfte bei BASF könnten nicht besser laufen: Die Ludwigshafener sind vor allem dank des anhaltenden Asien-Booms und der Übernahme des Spezialchemieunternehmens Cognis mit neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis ins Jahr gestartet.

Der weltgrößte Chemiekonzern plane weiterhin, die Spitzenwerte von 2010 bei Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr signifikant zu übertreffen, sagte der scheidende BASF-Chef Jürgen Hambrecht am Freitag bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Mannheim. "Wir werden auch 2011 eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen."

In den ersten drei Monaten des Jahres erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten um knapp 40 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft rund zwei Milliarden Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieben im Auftaktquartal rund 2,4 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum war es rund eine Milliarde Euro. Der Umsatz kletterte von Januar bis März um ein Viertel auf 19,4 Milliarden Euro. Bei allen Kennziffern übertraf BASF deutlich die Schätzungen der Analysten.

Sorge bereitet dem Konzern vor allem die Lage in Libyen. Seit dem Ausbruch der Unruhen in dem nordafrikanischen Land stehen die Förderanlagen der BASF-Tochter Wintershall dort still. Im vergangenen Jahr setzte BASF rund 1,7 Milliarden Euro in Nordafrika um, den größten Teil davon in Libyen. Wintershall ist seit 1958 in dem Land und förderte dort bislang täglich bis zu 100 000 Barrel Öl.

Auch vor möglichen Folgen des Erdbebens in Japan warnt der Chemiekonzern. Lieferengpässe etwa bei elektronischen Bauteilen aus Japan könnten Produktionsausfälle in einigen BASF-Abnehmerindustrien nach sich ziehen. Besonders betroffen dabei seien die Automobil- und Elektroindustrie. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare