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Bahntickets: Jetzt gilt es, schnell zu sein

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Von: Wolfgang Mulke

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Um knapp fünf Prozent werden Tickets im Fernverkehr bald teurer.
Um knapp fünf Prozent werden Tickets im Fernverkehr bald teurer. © afp

Bis Samstag können Bahnfahrende noch Tickets zum alten Tarif kaufen.

Wer in den kommenden Wochen mit der Bahn fahren will, sollte schnell sein Ticket buchen. Denn bis zum 10. Dezember gibt es die Fahrscheine noch zum alten Preis. Auch Interessent:innen für eine Bahncard können mit einem schnellen Kauf ein paar Euro sparen. Denn die Rabattkarten sind bis Samstag zu den bisherigen Konditionen zu haben. Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember ändern sind dann nicht nur die Fahrzeiten, sondern auch die Tarife. Im Durchschnitt kostet eine Fahrt im Fernverkehr künftig 4,9 Prozent mehr als in diesem Jahr. Damit reagiert die Bahn auf die steigenden Energiekosten, die den größten Stromverbraucher Deutschlands im kommenden Jahr allein mit rund zwei Milliarden Euro zusätzlich belasten.

„Wie viele andere Unternehmen ist auch die Deutsche Bahn gezwungen, auf die massiven Teuerungen mit einer Preisanpassung zu reagieren“, verteidigt der zuständige Vorstand Michael Peterson die immer noch deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate liegende Erhöhung. Die Tickets werden auch im Nahverkehr kostspieliger. Im Durchschnitt schlagen die Verkehrsverbünde hier vier Prozent auf. Allerdings ist der Anstieg regional unterschiedlich. Zudem können Pendler:innen auf das Frühjahr hoffen. Denn spätestens im Mai soll überall in Deutschland das 49-Euro-Ticket auf den Markt kommen. Mit dieser bundesweit gültigen Zeitkarte können viele von ihnen Geld sparen. Allerdings streiten sich Bund und Länder noch immer über die Finanzierung des Tickets.

Flextickets werden deutlich teurer

Eine Kundengruppe wird im Fernverkehr besonders stark zur Kasse gebeten. Ausgerechnet die treuesten Fahrgäste, die Flextickets ohne Zugbindung kaufen, müssen 6,9 Prozent mehr dafür bezahlen als bisher. Eine Fahrt von Hamburg nach Köln verteuert sich somit zum Beispiel von 168,50 Euro auf 180 Euro. Die Bahncard 25 kostet demnächst mit 59,90 Euro in der zweiten Klasse drei Euro mehr als bisher, die Bahncard 50 wird mit 244 Euro zehn Euro teurer. In der ersten Klasse verlangt die Bahn zehn Euro mehr für den 25-prozentigen und 16 Euro mehr für den 50-prozentigen Preisnachlass. Für Schnäppchenjäger:innen und junge Leute gibt es auch eine gute Nachricht. Der Supersparpreis von 17,90 Euro bleibt ihnen erhalten und auch der Sparpreis mit 21,90 Euro unverändert. Ebenso können unter 27-Jährige weiterhin zum Supersparpreis Young für 12,90 Euro durch das Land fahren.

Mit dem Winterfahrplan verbessert sich zumindest von der Menge her das Angebot der Bahn im Fernverkehr. An diesem Freitag wird die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm eingeweiht, die eine erhebliche Zeiteinsparung auf den Verbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und München bringen wird. Die Reisezeit zwischen Stuttgart und München verkürzt sich um eine Viertelstunde; ebenso die zwischen Köln und der bayerischen Landeshauptstadt. Das tägliche Angebot wird um 20 auf 90 Fahrten ausgeweitet.

Komfortabler wird die Reise auch für Fahrgäste, die zwischen Basel, Köln, Dortmund und Hamburg unterwegs sind. Die Endpunkte sind künftig auf direkter Fahrt erreichbar. Hier kommen auch die superlangen ICE-Züge zum Einsatz; der XXL-ICE 4 besteht aus 13 Wagen und kann 918 Reisende mitnehmen. Überhaupt wird die ICE-Flotte erheblich ausgebaut. Im Verlauf des kommenden Jahres sollen 37 neue Züge auf das Gleis gesetzt werden.

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