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Bahnchef geht auf die Opfer zu

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Bahn-Chef Rüdiger Grube entschuldigt sich bei den Opfern von Zwangsarbeit.
Bahn-Chef Rüdiger Grube entschuldigt sich bei den Opfern von Zwangsarbeit. © dpa

600 DDR-Betriebe beuteten einst Häftlinge als Zwangsarbeiter aus. Bahn-Chef Rüdiger Grube entschuldigt sich bei den Opfern.

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat die Opfer der Zwangsarbeit bei der DDR-Reichsbahn um Entschuldigung gebeten. Das sei völlig unabhängig davon, wer nun juristisch Nachfolger der Reichsbahn sei, hieß es in einer Mitteilung der Deutschen Bahn vom Samstag. "Wir sind es denen, die aus politischen Gründen ins Gefängnis mussten, schuldig, dass wir das geschehene Unrecht aufarbeiten", sagte Grube bei einem Treffen mit Vertretern der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft.

Eine Studie hatte im Sommer ergeben, dass rund 600 DDR-Betriebe Häftlinge als Zwangsarbeiter ausbeuteten. Die Bahn will nun in einem eigenen Forschungsprojekt die Zwangsarbeit bei der Reichsbahn aufklären lassen. "Mit dieser Studie wollen und werden wir dieses weitgehend unbekannte Kapitel aus der Geschichte der Reichsbahn konsequent durchleuchten und dokumentieren", versicherte Grube. Ergebnisse sollen demzufolge Ende 2015 vorliegen. (dpa)

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