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Datenschutz

Bahn schaltet Staatsanwaltschaft ein

Die Bahn hat die Staatsanwaltschaft in Berlin eingeschaltet, um Vorwürfe über Verstöße beim Datenschutz Bahn klären zu lassen.

Berlin. In der Affäre um die Überprüfung der Daten zehntausender Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat der Konzern die Staatsanwaltschaft Berlin eingeschaltet. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sagte in Berlin, er erhoffe sich davon "eine Versachlichung der Debatte und eine Besinnung auf die Fakten".

Derzeit seien viele "Diskussionsbeiträge durch eine unverantwortliche Skandalisierung geprägt". Dem solle durch das Einschalten der Staatsanwaltschaft "der Boden entzogen" werden. Die Bahn hatte in dieser Woche eingeräumt, die Daten von 173 000 Mitarbeitern auf illegale Geschäfte hin überprüft zu haben.

Der Datenabgleich sei nach Ansicht der Bahn rechtlich nicht zu beanstanden, bekräftigte Mehdorn. Dies sei Praxis in vielen Unternehmen und werde von Wirtschaftsprüfern und Staatsanwälten ausdrücklich empfohlen.

"Um die vergangenen Prozesse detailliert zu analysieren, werden wir zusätzlich eine neue, externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragen", kündigte der Bahn-Chef an. Auch mit den Arbeitnehmervertretern werde der Konzern über das Thema reden, "um zukünftig einiges zu verbessern".

Der Anti-Korruptionsbeauftragte der Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, ein ehemaliger Oberstaatsanwalt, sehe "nach wie vor auch keine Anhaltspunkte für ein strafrechtliches Verhalten der Bahn oder deren Mitarbeiter", sagte Mehdorn. Da "in Teilen der Öffentlichkeit offensichtlich jedoch das notwendige Vertrauen" fehle, habe sich die Bahn zur Einschaltung der Staatsanwaltschaft entschlossen. (afp)

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