Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln.
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Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln.

Bahn EVG Streik

Bei der Bahn drohen neue Streiks

Sechsmal hatte im Jahr 2014 die GDL die Bahn bestreikt. Nun droht eine neue Eskalation. Die Lokführergewerkschaft ist dabei - noch - außen vor. Stattdessen spitzt sich der Tarifkonflikt zwischen Bahn und EVG zu. Auch die sechste Verhandlungsrunde ist gescheitert.

Bahn-Reisenden drohen auch in diesem Jahr wieder Streiks mit Verspätungen und Zugausfällen. Die Verhandlungen zwischen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie der Deutschen Bahn wurden am Dienstag in Frankfurt ergebnislos abgebrochen. "Wir kommen auf dem Verhandlungsweg nicht mehr weiter", sagte EVG-Unterhändlerin Regina Rusch-Ziemba. Ungelöst sei unter anderem die Frage von Einmalzahlungen.

Am Dienstag wollen die EVG-Spitzen und die Tarifkommission über das weitere Vorgehen entscheiden. "Streiks werden nicht ausgeschlossen, aber ich will den Gremien nicht vorweg greifen", sagte Rusch-Ziemba.

Bahn-Personalchef Ulrich Weber reagierte mit Unverständnis: "Wir haben uns deutlich auf die EVG zu bewegt." Die Bahn sei von ihrem Angebot überzeugt und setze darauf, am Verhandlungstisch zu Ergebnissen zu kommen.

Die EVG will am kommenden Dienstag in Fulda mit ihrer großen Tarifkommission den Verhandlungsstand beraten. EVG-Chef Alexander Kirchner hatte von möglichen Streiks gesprochen, wenn sich am Verhandlungstisch nichts mehr bewege.

Bislang hat die EVG in der aktuellen Tarifrunde noch nicht gestreikt, während die Lokführergewerkschaft GDL im vergangenen Jahr sechsmal den Schienenverkehr in Teilen lahmlegte. Die GDL hat für ihre Mitglieder die Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro akzeptiert und verhandelt mit der Bahn bereits über das Jahr 2015. (rtr/dpa)

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