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Ausgezeichnete Ideen: Vier Start-ups machen das Rennen

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Von: Steffen Herrmann

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Fabian Goedert und Sophia Reiter von Fisego bei der Preisverleihung mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.
Fabian Goedert und Sophia Reiter von Fisego bei der Preisverleihung mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Spar­kasse. © HGP

Ein Brandschutzsystem, Textilwerbung, künstliche Intelligenz, um Wasserrohrbrüche zu verhindern, und eine innovative Idee für die Altenhilfe: Vier junge Unternehmen wurden mit dem Hessischen Gründerpreis 2021 ausgezeichnet. 167 Gründer:innen waren in dem Wettbewerb am Start - so viele wie noch nie.

Wochenlang hatten sie für ihre Ideen geworben, am Mittwochabend war es endlich soweit: Vier junge Unternehmen sind mit dem Hessischen Gründerpreis ausgezeichnet worden. „Gründerinnen und Gründer sorgen für Innovationen, wirtschaftliche Dynamik und Arbeitsplätze, sie sind der Mittelstand von morgen“, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Verleihung vor rund 130 geladenen Gästen. Als Schirmherr überreichte der Grünen-Politiker einen Preis an das Team von Pipe Predict. Das junge Unternehmen aus Darmstadt setzte sich in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ durch. Das Team um Christoph Dörner, Valerie Fehst und Tri-Duc Nghiem analysiert Sensordaten, um Wasserrohrbrüche mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu verhindern.

Insgesamt hatten es zwölf Teams ins Finale geschafft, schon das war eine Auszeichnung. Zusätzlich wurde je eines der Unternehmen aus den vier Kategorien zum Sieger gekürt. In der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ setzte sich das Würdezentrum Frankfurt durch, das mit Kursen in „Letzter Hilfe“ unter anderem für eine Weiterentwicklung der Altenhilfe wirbt.

Gründung kann auch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens sein. In der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“ überzeugte Sebastian Borst mit seinem Unternehmen Grafik-Idee Textilwerbung. Den Preis für das beste junge Unternehmen der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ erhielt Fisego Brandschutztechnik. Fabian Goedert, Sophia Reiter und Johannes Steube haben ein Brandschutzsystem für Elektrogeräte entwickelt.

Die Frankfurter Rundschau begleitete die Gründerinnen und Gründer als Medienpartner durch den Wettbewerb und stellte die Finalisten in den vergangenen Wochen ausführlich vor.

In diesem Jahr hatten sich 167 Teams für den Hessischen Gründerpreis beworben, davon schafften es 48 Gründerinnen und Gründer ins Halbfinale. Dort pitchten sie ihre Ideen einer hochkarätigen Jury und hatten die Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. Im Finale am Mittwoch warteten dann erneut kurze Pitches auf die nun zwölf Teams. Über den Sieg entschieden die Teilnehmer:innen der Fachtagung für Multiplikator:innen der Hessischen Gründerszene und eine offene Online-Abstimmung, an der sich rund 7000 Menschen beteiligten.

Seit 2003 wird der Hessische Gründerpreis verliehen. Wegen der Pandemie hatte er im vergangenen Jahr nur digital stattfinden können. Elisabeth Neumann, Projektleiterin beim Veranstalter KIZ Sinnova, zeigte sich dementsprechend glücklich über die Rückkehr zur Normalität: „Dass wir 2021 den vierten Teilnehmerrekord in Folge hatten, zeigt, dass sich die hessischen Gründerinnen und Gründer selbst von einer Pandemie nicht abschrecken lassen.“

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