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Die Beschlüsse der EU-Verkehrsminister sollen die LKW-Fahrer besser schützen.

LKW-Fahrer

Ausbeutung der übelsten Art

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Auf Europas Straßen sind Hunderttausende von LKW-Fahrern unterwegs, die Ausbeutung der übelsten Art ertragen müssen. Ein Kommentar.

Bei Berufen, die in Filmen und Reportagen romantisch verklärt werden, sollte man vorsichtig sein. So gibt es reichlich Beispiele, die den Trucker, den Kapitän der Landstraße, heroisieren. Wobei hier schon allein die Landstraße falsch ist. Wenn überhaupt, dann muss es die Autobahn sein. Und auf den Fernstraßen sind in Europa Hunderttausende von Fahrern auf Achse, die Ausbeutung der übelsten Art ertragen müssen. Sie leben als moderne Nomaden und verdienen oft weit weniger als den deutschen Mindestlohn – auch wenn sie hierzulande unterwegs sind.

Jetzt hat sich die EU endlich zu einer Verschärfung der Regeln durchgerungen. Immerhin. Doch schon die Beschlüsse der EU-Verkehrsminister lassen viele Spielräume. So sollen Dienstpläne so gestaltet werden, dass die Fahrer spätestens nach vier Wochen in ihr Heimatland zurückkehren können. Strenge Regeln werden anders formuliert.

Die große Zahl illegaler Transporte innerhalb eines fremden Landes soll eingedämmt werden: Auf eine Woche mit maximal drei Fahrten soll eine Zwangspause für Fahrer und Fahrzeug in dem jeweiligen Land folgen. Aber bei den Nachbarn darf transportiert werden. Mit etwas geschickter Disposition lässt sich das arrangieren. Das Schlafverbot in der Kabine während der wöchentlichen Ruhezeit ist zwar gut, aber wie bei den anderen Regeln gilt auch hier: Wer kontrolliert? Es fehlt an Beamten. Die braucht es für einen Erfolg dringend.

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