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GASTWIRTSCHAFT

Aufstieg und Absturz

  • Sigrid Meuselbach
    VonSigrid Meuselbach
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Männer und Frauen im Karriere-Klettergarten

Jedes Unternehmen ist ein Klettergarten mit wenigen Karriereleitern, aber vielen potenziellen Kletterern – eine Art Reise nach Jerusalem in der Maxi-Version. Ganz nach oben schaffen es die Wenigsten. Wie beim Vorbild im Wald gibt es auch im Karriere-Klettergarten zwei Arten, eine tragische Figur abzugeben: abstürzen oder unten bleiben. Meist sind es die Männer, die den Frauen vor die Füße fallen.

Frauenkarrieren scheitern vielfach daran, dass sie ihre beruflichen Ziele verfehlen. Bei Männern ist das anders: Sie steigen auf mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit, um dann mit der gleichen Rasanz auf dem harten Boden der Tatsachen wieder aufzuschlagen. Männer fühlen sich Stellen gewachsen, für die ihnen die Kompetenzen fehlen, und dennoch setzen sie alles daran, diese Jobs zu kriegen. Frauen sind anders gestrickt: Obwohl hoch qualifiziert, zweifeln sie so lange an sich selbst, bis ein Mann mit weniger Talent sich an ihnen vorbeihangelt.

Bloß: Oben ist die Luft dünn und macht euphorisch. Männer, die sich selbst leichtfertig an die Spitze gelobt haben, werden zum Opfer ihrer mangelnden Kompetenz oder klauen so lange silberne Löffel, bis sie erwischt werden. Dann geben sie stylish den Ikarus. Ihre Kolleginnen hingegen profitieren von der geringeren Fallhöhe weiter unten. Erstens ist es dort nicht hoch genug, und zweitens droht keine Überforderung.

Schafft aber eine Frau den Weg an die Sonne, wird sie erst mal abgeblockt. Männliche Netzwerke haben oft dickere Wände als Fort Knox und frau muss schon genau wissen, wie sie diese knackt, um nicht von wesentlichen Informationen abgeschnitten zu sein. Denn hier ist Wissen wirklich Macht. Die harte Wahrheit: Männer scheitern wegen und Frauen trotz ihrer Qualifikation. Nur Frauen, die wirklich nach männlichen Regeln spielen können, schaffen den Aufstieg, halten sich auf dem Gipfel.

Und wenn die Niederlage kommt? Dann haben es die Männer gut, die nicht am Boden zerstört sind. Sie klopfen sich den Staub aus den Klamotten und haben schon den nächsten Job in Aussicht – dem Netzwerk sei Dank. Frauen haben es weit weniger komfortabel. Doch viele fassen sich ein Herz, machen sich mutig selbständig und zeigen in ihren eigenen Firmen erfolgreich und selbstbewusst, was sie draufhaben. Doch Hand aufs Herz, liebe Damen: Wenn es jetzt geht – warum bitte, nicht gleich so?

Die Autorin ist Karriereberaterin und Trainerin. Zuletzt erschien von ihr „Weck die Chefin in Dir“ im Ariston-Verlag.

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