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In Deutschland wird immer noch fleißig geschmiert.

Korruptionsindex

Auch in Deutschland wird geschmiert

Deutschland liegt im Schmiergeld-Ranking von insgesamt 183 Ländern im Mittelfeld. Den Abstand zu den Spitzenreitern Dänemark, Finnland und Schweden konnte Deutschland nicht verringern.

Deutschland liegt im Schmiergeld-Ranking von insgesamt 183 Ländern im Mittelfeld. Den Abstand zu den Spitzenreitern Dänemark, Finnland und Schweden konnte Deutschland nicht verringern.

Probleme mit Bestechung gibt es weiterhin in Deutschland - das Land liegt bei der Korruption nach wie vor im europäischen Mittelfeld. Weltweit betrachtet belegt Deutschland den 14. Platz, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Korruptionsindex der Nichtregierungsorganisation (NGO) Transparency International hervorgeht.

Den Abstand zu den europäischen Spitzenreitern Dänemark, Finnland und Schweden konnte Deutschland nicht verringern. Die geringsten Probleme mit Bestechung in Politik und Verwaltung hat Neuseeland.
Die Vorsitzende von Transparency Deutschland, Edda Müller, forderte die Bundesregierung auf, ihren Bestrebungen im Kampf gegen die Korruption auch außerhalb Deutschlands stärkeren Nachdruck zu verleihen. „Wir erleben eine zunehmende Bedeutung der Bundesregierung in internationalen und europäischen Fragen.“

Bei dem jährlichen Ranking wird die wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 10 für „sehr sauber“ bis 0 für „sehr korrupt“ bewertet. Unter den besten zehn von insgesamt 183 Ländern sind wie im vergangenen Jahr Singapur, Norwegen, die Niederlande, Australien, die Schweiz und Kanada. Deutschland erreichte mit 8,0 Punkten eine leichte Verbesserung gegenüber 2010 (7,9).

Zwei Drittel der Länder erreichten laut Transparency weniger als 5 Punkte - darunter auch europäische: Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Italien und Griechenland. Am Ende der Skala liegen Somalia, Nordkorea, Birma und Afghanistan - sie gelten als besonders korrupt. Der Korruptionsindex stützt sich auf die Einschätzung von Geschäftsleuten und Länder-Analysten. Er wird seit 1995 erstellt. (dpa)

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