Opel

„Astra“ aus Hessen

Die Zukunft des Stammwerkes in Rüsselsheim sei gesichert, sagt Autobauer Opel.

Der Autobauer Opel will sich über Altersteilzeit und Freiwilligenprogramme von bis zu 600 weiteren Mitarbeitern an seinem Stammsitz Rüsselsheim trennen. Die Zukunft des zuletzt schwach ausgelasteten Werkes soll zudem damit gesichert werden, dass der Astra künftig wieder in Hessen produziert wird.

„Dank einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat und der IG Metall wird die nächste Generation des Opel Astra ab 2021 in Rüsselsheim produziert“, teilte Opel am Donnerstag mit. „Damit ist die Zukunft des Werks nachhaltig gesichert.“ Ende 2018 hatte das Rüsselsheimer Opel-Werk etwa 2600 Mitarbeiter.

Das Stammwerk bekommt nun ein zweites Volumenmodell neben dem Mittelklasse-Wagen Insignia. Derzeit wird der Astra im polnischen Gliwice (Gleiwitz) und im englischen Ellesmere Port gefertigt. Das Astra-Nachfolgemodell soll auf einer PSA-Plattform entstehen. Damit will die französische Konzernmutter PSA (Peugeot/Citroën), die seit August 2017 bei Opel das Sagen hat, Kostenvorteile heben. Der Astra soll künftig auch einer elektrischen Variante angeboten werden. Bis 2024 will Opel jedes Modell auch in einer Elektroversion anbieten.

Seit der Übernahme durch PSA im August 2017 haben mehr als 5000 Mitarbeiter in zwei Wellen Verträge zu Abfindungen, Vorruhestand oder Altersteilzeit unterschrieben. Sie kamen zu großen Teilen aus dem Rüsselsheimer Entwicklungszentrum. Ende vergangenen Jahres arbeiteten noch gut 16 500 Menschen an den deutschen Opel-Standorten, zu denen auch Eisenach und Kaiserslautern gehören. Die Arbeitnehmer sind bis einschließlich Juni 2023 vor Entlassungen geschützt. (dpa)

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