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Armut bedroht viele junge Erwachsene

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Jeder vierte Bundesbürger unter 25 Jahren hat laut der Bundesregierung weniger als 1035 Euro monatlich. Die Linke fordert höhere Sozialleistungen.

Wer in Deutschland weniger als 1035 Euro pro Monat zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Bei unter 25-Jährigen ist der Anteil mit mehr als einem Viertel besonders hoch. Das geht aus der Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Demnach lagen im vergangenen Jahr 25,6 Prozent der 18- bis 25-Jährigen unter der sogenannten Armutsrisikoschwelle von 1035 Euro. Dieser Betrag entspricht 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland. Die Bundesregierung verweist darauf, dass sich in dieser Altersgruppe viele noch in der Ausbildung befinden.

Das Familienministerium erklärt, in Deutschland seien die meisten Jugendlichen „primär“ in Ausbildung: „Sofern sie überhaupt Einkünfte erzielen, fallen diese in der Regel nicht sehr hoch aus, weil im hiesigen Lohn- und Gehaltssystem Erwerbstätige am Berufsbeginn weniger verdienen als nach vielen Berufsjahren.“ Das Ministerium verweist auf den Umstand, dass viele junge Erwachsene noch bei ihren Eltern leben.

Linken-Politiker Norbert Müller sagte zu den Ergebnissen, die Bundesregierung solle endlich handeln: „Die Sozialleistungen müssen auch für Jugendliche armutsfest erhöht und Hartz IV- Sanktionen abgeschafft werden“.

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