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Jobsuchende vor einem Arbeitsamt in Athen.
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Jobsuchende vor einem Arbeitsamt in Athen.

Wirtschaft Euro-Zone

Arbeitslosigkeit stagniert, Stimmung steigt

  • VonStephan Kaufmann
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Nach rekordlanger Rezession beginnt endlich die wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone. Die Arbeitslosigkeit liegt zwar weiterhin hoch, steigt aber nicht mehr an. Die nächsten Monate könnten besser laufen als gedacht.

Die Wirtschaft der Euro-Zone könnte kräftiger sein als von den meisten Ökonomen erwartet. Wichtige Stimmungsbarometer deuten nach oben, gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit nicht länger an. Für das dritte Quartal steht nun ein Wirtschaftswachstum an, mit einem echten Aufschwung rechnen Experten aber nicht.

Im August ist der Frühindikator Economic Sentiment Indicator (ESI) überraschend stark um 2,7 auf 95,2 Punkte gestiegen und hat damit ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht. Der ESI beruht auf Umfragen unter Unternehmen und Konsumenten zur Wirtschaftslage und den Erwartungen. Das August-Plus des Indikators war der vierte Anstieg in Folge. „Dies lässt ein Wachstum der Euro-Wirtschaft von 0,4 Prozent im dritten Quartal erwarten“, so Christoph Weil von der Commerzbank. Bislang wurde nur mit einem Plus von  0,1 Prozent gerechnet.

Inflation geht zurück

Gleichzeitig liegt die Arbeitslosenquote im Euro-Raum zwar weiter hoch, doch steigt sie nicht länger. Im August stagnierte sie den vierten Monat in Folge bei 12,1 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Insgesamt waren 19,2 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Am höchsten war die Quote in Spanien mit 26,3 Prozent, in Griechenland hatte sie im Mai bereits 27,6 Prozent erreicht. In Zypern stieg sie innerhalb nur eines Jahres von 12,2 auf 17,3 Prozent. Am besten sieht die Arbeitsmarktlage in Österreich (4,8 Prozent) und Deutschland (5,3 Prozent) aus.

Gleichzeitig liegt die Inflation in der Euro-Zone weiter niedrig, im August ging sie von 1,6 auf 1,3 Prozent zurück. Ursache hierfür waren laut Eurostat die gesunkenen Preise für Energie. Preistreibend wirkten dagegen Nahrungsmittel – ohne diese Warenkategorie betrug die Inflationsrate nur 1,1 Prozent.

Offen ist laut Ökonomen aber noch, ob die konjunkturelle Erholung in Europa nachhaltig ist. Commerzbank-Ökonom Weil ist skeptisch. Wegen weiter fallender Immobilienpreise, anhaltenden Sparhaushalte der Regierungen und zunehmenden Problemen in Euro-Kernländern wie Belgien, Finnland und den Niederlanden sehe er „nicht den Beginn eines kräftigen Aufschwungs“.

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