Pflege

Arbeit an Tarifvertrag für die Pflege

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    Rasmus Buchsteiner
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Die Vorbereitungen für die Gründung eines neuen Arbeitgeberverbandes laufen, der Durchbruch wird für Januar erwartet.

In der Pflegebranche laufen die Vorbereitungen für die Gründung eines neuen Arbeitgeberverbandes – mit dem Ziel eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrages. „Ich gehe davon aus, dass im Januar der Durchbruch gelingt und alle Voraussetzungen erfüllt sind, um einen allgemeinverbindlichen Tarif in der Pflege umzusetzen“, sagte Wolfgang Stadler, Vorsitzender des AWO-Bundesverbandes, der FR. „Das Bündnis für fairen Wettbewerb in der Pflege arbeitet intensiv an einem Vorschlag für eine Gesetzesänderung. Ein gemeinsamer Arbeitgeberverband der nichtkirchlichen, gemeinnützigen Organisationen wird zudem den notwendigen Rahmen geben, um das Projekt Anfang 2019 endgültig auf den Weg zu bringen.“

Union und SPD hatten vereinbart, die Bezahlung in der Altenpflege nach Tarif zu stärken. „Gemeinsam mit den Tarifpartnern wollen wir dafür sorgen, dass Tarifverträge in der Altenpflege flächendeckend zur Anwendung kommen“, heißt es im Koalitionsvertrag. „Wir wollen angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen in der Altenpflege.“ 

Mit den Details beschäftigt sich aktuell eine Arbeitsgruppe der von der Bundesregierung eingesetzten „Konzertierten Aktion Pflege“. Die privaten Pflege-Arbeitgeber stehen einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die gesamte Branche skeptisch bis ablehnend gegenüber.

In der Altenpflege gibt es ein erhebliches regionales Lohngefälle. So verdienten Altenpfleger in Sachsen-Anhalt zuletzt   2136 Euro brutto im Monat, in Hamburg waren es 2900 Euro.

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