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Apple-Roboterwagen: Nach dem Abbruch der Gespräche mit dem koreanischen Autobauer Hyundai spekuliert die Branche über weitere mögliche Partner.
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Apple-Roboterwagen: Nach dem Abbruch der Gespräche mit dem koreanischen Autobauer Hyundai spekuliert die Branche über weitere mögliche Partner.

Apple Car

Apple sucht Partner für Auto-Projekt - Analyst hält nur einen deutschen Premium-Hersteller für „vorstellbar“

  • Thomas Schmidtutz
    VonThomas Schmidtutz
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Apple drückt bei der Entwicklung eines eigenen Autos offenbar aufs Tempo. Nach dem Ende der Liaison mit Hyundai spekulieren Analysten nun über weitere Partner.

  • Apple meint es mit dem Einstieg ins Autogeschäft offenbar ernst.
  • Zwischen 2019 und 2020 legten die Kalifornier mit ihrer Flotte selbstfahrender Autos rund 30.000 Kilometer zurück.
  • Doch für die weitere Entwicklung und den Bau sucht der Konzern einen Partner.

München - Beim koreanischen Autobauer Hyundai konnten sie ihr Glück zum Jahreswechsel offenbar kaum fassen. Ja, man sei mit Apple* „in frühen Gesprächen über die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos“, bestätigte das Unternehmen Anfang Januar entsprechende Medienberichte und bescherte der Aktie damit einen ungeahnten Höhenflug. Binnen weniger Minuten schoss das Papier gut 20 Prozent nach oben.

In der Apple-Zentrale in Cupertino kam der Presse-Stunt in Fernost hingegen überhaupt nicht gut an. Auch Konzern-Chef Tim Cook* soll über die koreanische PR-Offensive gar nicht amused gewesen sein und ließ das auch wissen. Das konsternierte Hyundai-Management ruderte daraufhin eilig zurück. Man erhalte ständig Kooperationsanfragen anderer Unternehmen, erklärte das Unternehmen kurz darauf kleinlaut.

Inzwischen ist die amerikanisch-koreanische Liaison wohl endgültig vorbei. Man befinde sich derzeit nicht in Gesprächen mit Apple zum Bau autonom fahrender Autos, teilte Hyundai am Montag in einem Schreiben an die Börsenaufsicht in Seoul mit.

Apple Car: Branche spekuliert über mögliche Partner

In der Branche ist das Geraune seither groß. Fieberhaft spekulieren Beobachter nach dem Aus für Hyundai und die Tochter Kia, wer das geheimnisumwitterte Apple Car* (Codename: Project Titan) eines Tages denn wohl sonst bauen könnte.

Das Anforderungsprofil ist klar. Der mögliche Partner müsse ein globales Produktionsnetzwerk und Kompetenz bei E-Autos mitbringen, sagt Commerzbank-Autoanalyst Demian Flowers am Mittwoch gegenüber Merkur.de*.

Apple Car: Die Kandidatenliste ist lang

Unter Analysten gelten daher vor allem Ford, GM, Nissan oder der neue Autoriese Stellantis (FiatChrysler, Opel, PSA) als mögliche Kandidaten. Auch VW* würde „technisch passen“, glaubt Flowers. Allerdings wollen die Wolfsburger bei der Entwicklung von Software für automatisiertes Fahren mit Microsoft zusammenarbeiten, wie die Unternehmen am Donnerstag (11. Februar) überraschend ankündigten. Damit ist VW als potenzieller Apple-Partner wohl aus dem Rennen.

In Deutschland bliebe daher vor allem ein Hersteller übrig, glaubt Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Hierzulande, erklärte der bekannte Autoanalyst gegenüber Merkur.de*, sei „nur BMW* vorstellbar“. Das liege an der Unternehmenskultur. Sowohl Daimler als auch VW seien von ihrem „Wesen her zu dominant“. Der Münchner Autobauer gilt hingegen als besonders innovativ, schnell und flexibel. BMW, heißt es aus der Branche, habe mit dem i3 und dem i8 bereits E-Autos gebaut, als Erzrivale Mercedes-Benz und VW die weiß-blauen Wettbewerber noch als Öko-Spinner verlacht hätten.

Apple Car: BMW lehnt Kommentar ab

Bei BMW lehnt man einen Kommentar zu den Überlegungen um Apple ab. „Wie üblich kommentieren wir keine Markt- oder Medienspekulationen“, erklärte ein Konzernsprecher. Klar ist: Wer auch immer sich beim Bau des Apple Cars mit den Kaliforniern einlässt, wird es nicht leicht haben. In der Branche gilt der iPhone-Hersteller als kontroll-versessen und gewinn-fixiert.

Apple, sagt auch Commerzbank-Analyst Flowers, „ist kompromisslos“. Mit seinen Partnern teile der Konzern „weder sein Wissen, noch seine Daten oder seine Gewinne“. Das zeige auch ein Blick auf Apples wichtigste Hardware-Partner Foxconn und Pegatron. Einer der beiden könnte sich jedoch als Lösung bei der Suche nach einem Automotive-Partner erweisen.

Trotz der engen Verzahnung mit den Kaliforniern sind die Aktien der chinesischen Auftragsfertiger an der Börse vergleichsweise günstig bewertet. Investoren hielten beide Unternehmen grundsätzlich für austauschbar. Ein ähnliches Schicksal könnte auch dem Hersteller eines Apple Car drohen. Viel mehr als ein Image-Boost wäre dann wohl kaum drin. *Merkur.de ist Teil des Ippen Digital Netzwerks.

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