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Hass im Netz

Hass im Netz wird seltener rechtlich verfolgt als auf offener Straße. Unsere Autorin erklärt, woran das liegen könnte.

Hassrede im Internet ist sehr viel weiter verbreitet als Hassrede „im echten Leben“ – aber Drohungen im Netz machen denjenigen, die bedroht werden, ganz echte Angst. Wieso ist es also so, dass ein Hitlergruß auf offener Straße seltener ist als rassistische Äußerungen in sozialen Medien? Die Hypothese von Reconquista Internet: weil Hass im Netz seltener strafrechtlich verfolgt wird. Also haben sie die Plattform Hassmelden entwickelt, mit der Nutzer*innen anonym, verschlüsselt und im Handling sehr einfach potenziell strafrechtlich relevante Inhalte im Netz melden können. Das Team der Bürgerrechtsbewegung prüft die Meldungen und erstattet gegebenenfalls Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Im letzten Jahr gab es 15 000 Anzeigen, und ich weiß nicht, ob mich das nun freut oder mir Sorge macht.

https://hassmelden.de/

Victoria Wenzelmann, Mitgründerin des GIG-Netzwerks, scannt für die FR das Netz.

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