Tarifstreit bei der Bahn

Annäherung in den Verhandlungen

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn zeichnet sich eine Einigung ab. Ein für Montag angekündigter Warnstreik scheint damit vorerst abgewendet.

Frankfurt/Main (ddp-hes). Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn zeichnet sich eine Einigung ab. Wie die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Samstag in Frankfurt mitteilten, gibt es Bewegung in den Tarifverhandlungen. Ein Abschluss noch am Samstag sei aber nicht wahrscheinlich. Ein für Montag angekündigter Warnstreik scheint damit vorerst abgewendet. Die Verhandlungen sollten am Mittag weitergehen.

"Wir sind bei einer Reihe von Punkten entscheidend weitergekommen", sagte der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner. Allerdings gibt es den Gewerkschaften zufolge noch Verhandlungsbedarf beim Thema Arbeitszeit. Das Thema Entgelt werde erst zum Schluss besprochen. Erst dann werde eine Gesamtbewertung möglich sein.

Nach Angaben von GDBA und Transnet schlug die Bahn der Tarifgemeinschaft vor, die Löhne und Gehälter zum 1. Februar um zwei Prozent und zum 1. Januar kommenden Jahres um weitere 2,5 Prozent zu erhöhen. Außerdem biete die Bahn eine Einmalzahlung von 400 Euro für Dezember 2009 an. Das Angebot enthalte außerdem ein ganzes Paket von Arbeitszeitregelungen.

Transnet und GDBA fordern für rund 130 000 Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung der Arbeitszeiten. So sollen die Mitarbeiter unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden pro Jahr haben. Zudem sollen die Entgelte um zehn Prozent angehoben werden. Am Donnerstag hatten die beiden Gewerkschaften ihre Forderungen bereits mit Warnstreiks untermauert.

Auch die Lokführergewerkschaft GDL setzte die Tarifverhandlungen mit dem Bahn-Management am Samstag fort. Ein GDL-Sprecher sagte am Mittag, das Angebot des Unternehmens bei Arbeitszeit und Entgelt sei ausreichend, um die Gespräche fortzuführen. Es gebe allerdings noch offene Fragen. Ein Ende der Gespräche sei noch nicht abzusehen.

Die GDL fordert für die rund 12 000 Lokführer ebenfalls bessere Arbeitszeitbedingungen, im Gegensatz zu den anderen beiden Gewerkschaften allerdings nur 6,5 Prozent mehr Geld. An den Streiks am Donnerstag hatte sich die GDL nicht beteiligt.

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