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Schwächelnde Amazon-Aktie

An einem einzigen Tag: Jeff Bezos verliert 14 Milliarden Dollar

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Nach einem Kursabsturz der Amazon-Aktie ist der reichste Mann der Welt, Jeff Bezos, um 14 Milliarden Dollar ärmer.

Seattle – Der unaufhaltsame Aufstieg des Versandgiganten Amazon, der seinen Gründer Jeff Bezos zum reichsten Mann der Welt gemacht hat, scheint nach dem Online-Boom der Coronakrise fürs Erste vorbei zu sein. Nach schwächelnden Wachstumsprognosen knickte der Amazon-Aktienkurs am gestrigen Freitag spürbar – um mehr als sieben Prozent – ein. Und mit ihm das Vermögen von Amazon-Gründer Bezos, dessen Kapital auch nach seinem Rücktritt als Vorstandchef Anfang Juli noch am Amazon-Aktienpaket hängt.

So berichtete die Übersichtsseite „Billionaires Index“ des New Yorker Medienunternehmens Bloomberg, dass Bezos binnen eines einzigen Tages 14 Milliarden Dollar verloren hätte. Die dürften dem noch immer 193 Milliarden Dollar reichen US-Amerikaner, der gerade mit einem nur wenige Minuten dauernden Weltraumausflug Schlagzeilen machte, allerdings kaum auffallen, auch wenn damit 80 Prozent seines diesjährigen Vermögenszuwachses wieder verloren seien. Der betrage laut Berichten des Nachrichtensenders NTV allerdings nach wie vor 2,8 Milliarden Dollar.

Gerade noch als Weltraumtourist in den Schlagzeilen muss Amazon-Gründer nun den Verlust von 14 Milliarden Dollar hinnehmen.

Schwächelnde Aktien und Datenschutzverstöße: Drohen Amazon und Bezos schwere Zeiten?

Grund für den Börsenabsturz ist laut Wirtschafts-Insidern die Prognose, dass der durch Corona ausgelöste Online-Shopping-Boom abflauen wird. Amazon selbst gab dazu eine „überraschend verhaltene Prognose“ für das laufende Quartal ab, berichtete die Deutsche Presseagentur. Der Konzern stellte Erlöse bis zu 112 Milliarden Dollar in Aussicht, was einer deutlichen Abschwächung des Wachstums auf maximal 16 Prozent entspricht – für Amazons Verhältnisse bescheiden. Finanzchef Brian Olsavsky betonte in einer Konferenzschalte, dass die Messlatte durch die starken Ergebnisse im Vorjahr besonders hoch liege. Amazon zählte zu den großen Gewinnern der Corona-Krise, nachdem zahlreiche Verbraucher in aller Welt ihre Einkäufe ins Internet – und so auch zum Großhändler Amazon – verlagert hatten.

Neben dem Rückgang des Aktienwerts muss Amazon außerdem einen Rückschlag in Europa hinnehmen: Die Luxemburger Datenschutzbehörde belegte das Unternehmen mit einer Strafe von 746 Millionen Euro, wie Amazon im ausführlichen Quartalsbericht bekanntgab. Die Begründung der Behörde CNPD sei, dass Amazon gegen die Europäische Datenschutzgrundverordnung verstoßen habe. Der Konzern wies den Vorwurf zurück und wolle Berichten zufolge gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Man habe keine Kundendaten an Dritte weitergegeben. (ska/dpa)

Rubriklistenbild: © Joe Raedle/AFP

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