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Aluminiumkonzern Alcoa wachsweich

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Von: Stefan Wolff

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Die Bilanzsaison hat keinen guten Start: Der Konzern Alcoa meldet rote Zahlen für das abgelaufene Quartal und konsequent umfassende Sparmaßnahmen, um die Anleger milde zu stimmen.

Die Bilanzsaison hat keinen guten Start: Der Konzern Alcoa meldet rote Zahlen für das abgelaufene Quartal und konsequent umfassende Sparmaßnahmen, um die Anleger milde zu stimmen.

Der Startschuss für die Bilanzsaison ging nach hinten los. Die Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa enttäuschten. Zwar hatten Analysten die Latte im Vorfeld schon recht niedrig gelegt, doch Alcoa tanzte Erwartungs-Limbo und berichtete für das abgelaufene Quartal rote Zahlen. Die Börse sollte das aber weniger beeindrucken als befürchtet.

Alcoa hat ein Problem: Während die Preise für das Produkt (Aluminium) sinken, steigen die Produktionskosten (Energie). Zwar hatten Beobachter mit dies Entwicklung gerechnet, doch fielen die Quartalsverluste mit 191 Millionen Dollar recht hoch aus. Immerhin reichte es fürs Gesamtjahr unterm Strich für einen satten Gewinnsprung. Auch dass Unternehmenschef Klaus Kleinfeld umfassende Sparmaßnahmen angekündigt hat, stimmte die Anleger milde.

Plus an der Wall Street

Überhaupt spricht einiges dafür, dass in Frankfurt zum Handelsauftakt ein Teil der gestern erlittenen Verluste wieder reingeholt wird. Die Wall Street hatte zum Wochenauftakt ein kleines Plus verzeichnet. Auch Asiens Börsen zeigen sich von ihrer Sonnenseite. Der Tokioter Nikkei-Index legt um 0,3 Prozent zu, und Chinas Aktienmärkte ziehen gar um 1,5 Prozent an, obwohl Chinas Exportstatistik das geringste Wachstum seit Oktober 2009 auswies. Auch die Ausfuhren wuchsen langsamer als gedacht. Doch die Regierung in Peking geht nicht von einer “harten Landung? der Wirtschaft - also von einem Absturz - aus.

Vor allem aber gilt der Blick der europäischen Schuldenkrise. Nach dem Treffen zwischen Angela Merkel und Nicholas Sarkozy am Montag setzen Anleger auf ein zielführendes Gespräch der Kanzlerin mit der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. Merkel setzt dabei auf den Verbleib Griechenlands in der Währungsgemeinschaft und auf schnelle finanzielle Hilfe für Hellas.

Die heutigen Konjunbkturdaten sind eher zweite Liga. In den USA berichten die Statistiker von der Stimmung in der mittelständischen Wirtschaft. Dieser Index ist zwar nicht sonderlich börsenrelevant, gilt aber als nicht unwichtiger Indikator für den Arbeitsmarkt. In Deutschland stehen die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe und die Zahl der Insolvenzen an. Außerdem berichtet der Hauptverband für das Baugewerbe über die aktuelle Lage der Branche. Frankreich veröffentlicht Daten zur Industrieproduktion.

Ölpreis steigt

Der Ölpreis ist an den asiatischen Spotmärkten nach viertägigem Preisrutsch wieder gestiegen. Öl der dort gehandelten Sorte WTI kostet mit 102,05 Dollar je Fass knapp 0,8 Prozent mehr als gestern. Der Barrelpreis für Öl der Nordseesorte Brent liegt bei 111,56. Der Euro stabilisiert sich am Morgen knapp unter 1,28 Dollar. Auch an den Devisenmärkten setzen Händler darauf, dass Merkel und Lagarde in der Lösung der Schuldenkrise weiterkommen.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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