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Arbeitslosigkeit in Hessen

Alte ohne Chancen

Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken, doch der Anteil betagter Arbeitsloser ist weiterhin sehr hoch. Fast 40 Prozent der Arbeitslosen sind älter als 50 Jahre.

Von Sebastian Nuß

Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, sank die Arbeitslosenquote im November von 6,3 auf 5,9 Prozent. Zurzeit sind rund 182.000 Menschen in Hessen ohne Arbeit – der stärkste Wert für einen November seit 1992. Fachleute hatten jedoch noch bessere Zahlen erwartet.

Ähnlich wie im Oktober ist der Anteil der älteren Erwerbslosen besonders hoch. Fast 40 Prozent der Arbeitslosen sind älter als 50 Jahre. Das sind fünf Prozent mehr als im November 2009. Bei den mehr als 55-Jährigen ist die Quote im vergangenen Jahr sogar um elf Prozent gestiegen.

Die Rente mit 67 sei keine Garantie für eine Erwerbsbeteiligung der Älteren, sagte Stefan Körzell, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds Hessen (DGB). „Wenn jetzt keine wirksamen Maßnahmen getroffen werden, die dazu führen, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgesichert in die Rente kommen, wird in der Konsequenz die Zahl der Menschen mit sinkenden Rentenansprüchen steigen“, mahnt Körzell. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter hessischer Arbeitnehmer habe 2009 bei 63,1 Jahren gelegen. Das zeige, dass Arbeiten bis zur Rente eher eine Ausnahme darstelle, als die Regel.

Gemäß den hessischen Arbeitsmarktzahlen von November, sieht es bei den Jüngeren dagegen besser aus: In der Altersgruppe von 15 bis knapp 25 Jahre sind 4,9 Prozent der Erwerbspersonen ohne Job – ein Prozentpunkt weniger als der Gesamtdurchschnitt des Landes. Seit Oktober ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 5,8 Prozent gesunken, binnen Jahresfrist sogar um 17,3 Prozent auf 16140.

Auch regional fällt die Arbeitslosigkeit unterschiedlich aus. Von den 26 Kreisen und kreisfreien Städten Hessens konnten vier ihre Arbeitslosenquote nicht senken: der Landkreis Offenbach (plus drei Prozent), der Main-Taunus-Kreis (plus 1,1 Prozent), der Rheingau-Taunus-Kreis (plus 0,6 Prozent) und der Hochtaunuskreis (plus 0,1 Prozent).

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