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Internationale Funkausstellung

Alles wächst zusammen

Auf der IFA präsentieren 1200 Aussteller mehr oder weniger nützliche Neuerungen. Das hochauflösende Fernsehen steht wieder mal vor dem Durchbruch. Von Thomas Wüpper

Von Thomas Wüpper

Wird's ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Die Berliner Funkausstellung (IFA) wird zu einer Art Nagelprobe. Die Hersteller von Unterhaltungs- und Konsumelektronik erwarten sich von der Schau Aufschlüsse darüber, wie's weitergeht. Das Weihnachtsgeschäft wird für die Firmen entscheidend.

Auf der IFA präsentieren rund 1200 Aussteller vom 4. bis 9. September mehr oder weniger nützliche Neuerungen. Hochauflösendes Fernsehen steht wieder im Mittelpunkt. Zahlreiche Lösungen für die Verbindung von TV und Internet gibt es zu bestaunen. Handyhersteller zeigen, wie Mobilfunk und Navigation zusammenwachsen. Und Energiesparen spielt in diesem Jahr eine wichtige Rolle.

Bislang ist die hiesige Branche einigermaßen glimpflich durch die Krise gekommen. Mit nur 1,6 Prozent Umsatzrückgang auf rund elf Milliarden Euro in der ersten Jahreshälfte hat die Branche die Wirtschaftskrise zwar bisher bemerkenswert unbeschadet überstanden, vor allem wegen des starken Jahresauftakts.

Doch zwischen April und Juni drückte die Rezession bereits gewaltig die Kauflust: Die Verbraucher gaben in dieser Zeit mehr als zehn Prozent weniger für Fernseher, Verstärker, Telekommunikations- und Informationselektronik aus.

Ungebrochen stark wächst allein die Nachfrage bei LCD-Fernsehern, wie der Branchenmonitor Cemix zeigt. Der Umsatz mit den Flachbildschirmen kletterte nochmals um ein Achtel auf 2,4 Milliarden Euro. Allein im ersten Halbjahr wurden mehr als 3,4 Millionen LCD-Geräte verkauft, ein Plus von 37 Prozent. Der Systemwettlauf mit den erheblich teureren Plasmageräten ist inzwischen klar entschieden. Deren Umsatz brach drastisch ein und sank um mehr als ein Fünftel auf weniger als 300 Millionen Euro.

Informationstechnik boomt

Die Sparten der Konsumelektronik entwickeln sich derzeit in unterschiedlich. Während die Unterhaltungselektronik das erste Halbjahr mit 6,6 Milliarden Euro Umsatz und damit 1,7 Prozent Minus abschloss, gaben die Verbraucher für privat genutzte Informationstechnik knapp drei Milliarden Euro und damit ein sattes Sechstel mehr aus. Grund: Die weiterhin sehr große Nachfrage nach tragbaren Computern, deren Umsatz um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Euro wuchs.

Trübe dagegen sieht es bei der privat genutzten Telekommunikation aus. Der Umsatz stürzte drastisch um mehr als 28 Prozent auf nur noch gut 1,2 Milliarden Euro ab. Neue Mobiltelefone waren deutlich weniger bei den Kunden gefragt, ebenso Festnetztelefone und Faxgeräte.

Wie in kaum einer Branche profitieren die Kunden in der Konsumelektronik von rasch und stark fallenden Gerätepreisen. Daran änderte sich auch in diesem Jahr nichts. So wurden LCD-Fernseher zwischen Januar und Juni im Schnitt um 163 Euro billiger und kosten nun gerade noch 705 Euro.

Bei den großformatigen Plasamageräten fiel der Verkaufspreis sogar von 1143 auf 890 Euro. Ein DVD-Rekorder kostet nur noch 263 Euro, nochmals gut ein Zehntel weniger als zu Jahresbeginn.

Auch bei Personal Computern sind die Preise nochmals drastisch gefallen. Notebooks kosteten im zweiten Quartal im Schnitt noch 611 Euro und damit gut ein Sechstel weniger. Monitore wurden um mehr als 28 Prozent günstiger, ein Bildschirm für den Heimcomputer kostet nun gerade noch 164 Euro.

Die Marktentwicklung bei Konsumelektronik wird vierteljährlich durch den Cemix (Consumer Electronics Markt Index) erfasst. Der Index ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesverbands Technik des Einzelhandels (BVT), der GfK und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU).

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