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Die Arbeitslosigkeit führt viele Menschen direkt zum Schuldnerberater.
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Die Arbeitslosigkeit führt viele Menschen direkt zum Schuldnerberater.

Schuldenfalle Arbeitslosigkeit

Allein und abgebrannt

Überschuldung trifft in Deutschland viele - vor allem Arbeitslose und Singles geraten am häufigsten in die finanzielle Krise. Im Durchschnitt sind es 35.000 Euro Miese.

Von Christine Skowronowski

Job weg, Partner perdu und eine angeschlagene Gesundheit – in der Folge geht es auch finanziell blitzschnell bergab. Diese Kette folgenschwerer Ereignisse spiegelt das Statistische Bundesamt in den jüngsten Zahlen zur Überschuldung in Deutschland für 2009 wider.

Demnach ist die Arbeitslosigkeit mit 28 Prozent einer der häufigsten Auslöser. Das entspricht in etwa der Quote von 2008. In der Destatis-Untersuchung sind nur die in Beratungsstellen betreuten Personen erfasst. Die Dunkelziffer dürfte, wie so oft, wesentlich höher liegen.

Klamme Singles

Singles sind besonders oft finanziell klamm. Im Jahr 2009 lebten 44 Prozent der Überschuldeten allein, konstatiert Destatis. Männer steckten dabei besonders häufig in einer finanziellen Krise. Ihr Anteil an den beratenen Personen erreichte 27 Prozent, während sie ansonsten nur für 18 Prozent aller Haushalte stehen. Auch alleinerziehende Frauen sind überproportional vom Thema Überschuldung tangiert.

Im Schnitt standen finanziell angeschlagene Personen mit rund 35.000 Euro in der Kreide. Etwa 56 Prozent waren Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Kaum ein Ausweg aus den roten Zahlen

Für viele Menschen dürfte es sehr schwer werden, wieder aus den roten Zahlen zu kommen. Denn bei 55 Prozent betrug das monatliche Nettoeinkommen weniger als 900 Euro. Die Pfändungsfreigrenze liegt derzeit bei 990 Euro.

Noch gravierender ist das Problem bei alleinstehenden Frauen und Männern, betont Destatis. In dieser Gruppe mussten 70 Prozent der überschuldeten Personen mit weniger als 900 Euro netto über die Runden kommen. Lediglich drei Prozent aller überschuldeten Personen hatten mehr als 2000 Euro pro Monat zur Verfügung.

Für seine Untersuchung hat das Statische Bundesamt 236 der insgesamt rund 950 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland befragt. Sie stellten anonymisierte Daten von rund 74 000 Personen mit deren Einverständnis bereit.

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