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Allein und arm

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Alleinstehende in Deutschland sind laut neuen Zahlen immer häufiger von Armut bedroht.

Ein steigender Anteil der Alleinstehenden in Deutschland ist von Armut bedroht. Das geht aus Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat hervor, die von der Linksfraktion im Deutschen Bundestag ausgewertet worden sind. Demnach stieg die sogenannte Armutsgefährdungsquote unter Alleinstehenden von 21,5 Prozent im Jahr 2006 auf 32,1 Prozent im vergangenen Jahr.

Diese Quote beschreibt den Anteil derer, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Im vergangenen Jahr waren das 13.152 Euro pro Jahr. Über alle Haushaltstypen hinweg lag die Armutsgefährdungsquote im Jahr 2017 bei 16,1 Prozent. Bei Alleinstehenden mit Job stieg sie von 9,2 Prozent im Jahr 2009 auf 15,1 Prozent im abgelaufenen Jahr an.

Linken-Expertin Sabine Zimmermann fordert einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. „Armut breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Sie ist da und kann sich nicht verstecken“, sagte die Bundestagsabgeordnete. 

Die Bundesregierung müsse bei der Armutsbekämpfung einen Schwerpunkt setzen, so Zimmermann. Dazu gehöre die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde sowie ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen.

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