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Donald Trump will maximalen Druck für die Verhandlungen über ein Handelsabkommen aufbauen.

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Die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China ist bedrohlich.

Von „Kaltem Krieg“ und anderem ist die Rede. Diese martialischen Beschreibungen sind übertrieben. Gleichwohl ist die Eskalation im Handelsstreit zwischen USA und China bedrohlich. US-Präsident Donald Trump hat jetzt zu seiner stärksten Waffe gegriffen. Er hat den chinesischen Tech-Giganten Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil die Firma die nationale Sicherheit gefährde. Das ist nicht erwiesen, aber auch nicht widerlegt.

Doch darum geht es Trump nicht. Er will maximalen Druck für die Verhandlungen über ein Handelsabkommen aufbauen: Firmen in den USA müssen sich ab sofort eine Genehmigung der Regierung holen, wenn sie mit Huawei zusammenarbeiten wollen. Die Folge: Die Konzerne beliefern Huawei nicht mehr.

Am härtesten trifft die Chinesen, dass sie auf ein Teil der Programme für das Smartphone-Betriebssystem Android verzichten müssen – das kommt von der Google-Mutter Alphabet. Dennoch ist es fraglich, ob die kommunistische Führung sich dadurch in die Knie zwingen lässt. Sie will sich nicht demütigen lassen. Notfalls wird sie Huawei mit staatlichen Finanzhilfen durchfüttern und mit allen Mitteln helfen, um von US-Zulieferern unabhängig zu werden. Es droht eine Eskalation des Konflikts, die nur Verlierer kennt.

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