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Aldi und Lidl: Leere Supermarkt-Regale – Lieferengpässe bei Non-Food-Artikeln

  • Karolin Schäfer
    VonKarolin Schäfer
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Bei den Discountern Aldi und Lidl gibt es aktuell Lieferengpässe. Der Verkaufsstart einer besonderen Kollektion verzögert sich deshalb.

Kassel – Kunden von Aldi und Lidl* dürfte das gar nicht freuen. Aktuell kommt es bei den beliebten Discountern zu Lieferengpässen bei Non-Food-Artikeln. Das berichtete die Lebensmittelzeitung. Damit wird auch der Verkaufsstart der heiß begehrten „Aldi Original“-Kollektion von Aldi Nord* verschoben.

Bereits am Montag (18.10.2021) waren leere Regale im Bereich Non-Food bei Aldi* sichtbar. „Das kostet richtig Umsatz“, sagte Carsten Kortum, Professor an der Dualen Hochschule Heilbronn, gegenüber der Lebensmittelzeitung. Auch beim Discounter Lidl soll es nach Informationen der Lebensmittelzeitung zu Verzögerungen kommen. Einzelne Aktionsartikel fehlen. „Daher haben wir die entsprechenden Werbetermine angepasst“, hieß es seitens des Unternehmens.

Aldi und Lidl: Situation in China sorgt für Lieferengpässe in Deutschland

Non-Food-Artikel werden von Einzelhändlern als Produkte bezeichnet, die nicht zum Verzehr geeignet sind, etwa Bettwäsche oder Kleidung. Die Versorgung mit Lebensmitteln soll laut Angaben der Bild-Zeitung aber nicht von den Engpässen betroffen sein.

Doch was steckt hinter den Lieferengpässen bei den Discountern? Vor allem die Corona-Pandemie* und der fehlende Platz auf Containerschiffen beeinträchtigte die Lieferanten in China. Das führe zu Verzögerungen, denn beispielsweise Lidl ist auf mehr als 1400 Non-Food-Lieferanten aus der Volksrepublik angewiesen. Das berichtete die Lebensmittelzeitung.

Auch die Rationierung von Strom in China sorgte für Engpässe. „Wir hatten letzte Woche nur zwei Tage Strom“, hieß es in einer Lieferanten-Mail, die der Lebensmittelzeitung vorlag. „Wir wissen wirklich nicht, wie lange das so bleibt. Die kommenden Lieferungen werden sich verzögern.“

Bei Aldi und Lidl kommt es zu Lieferengpässen. (Symbolbild)

Aldi und Lidl: Preise für Non-Food-Artikel steigen aufgrund von Liefer-Engpässen

Zudem steigen nicht nur die Preise für Non-Food-Artikel im Supermarkt*, auch die Verfügbarkeit von Waren stellt Lieferanten und Discounter vor große Herausforderungen. „Der Lockdown hat viele Verschiebungen mit sich gebracht“, sagte der Chef eines großen Nonfood-Anbieters. „Die Reihenfolge der Verschiffung ist nicht mehr steuerbar“, erklärte er weiter.

Gleichzeitig fehle der persönliche Kontakt zu den Lieferanten, da Mitarbeitende der Discounter aufgrund der Pandemie-Lage nicht nach China reisen können. Laut Auswärtigem Amt gilt für deutsche Staatsbürger eine Einreisesperre. Lediglich Bürger „mit einer gültigen chinesischen Aufenthaltsgenehmigung zur Erwerbstätigkeit, für persönliche Angelegenheiten oder zur Familienzusammenführung“ dürfen das Land bereisen.

Lieferengpässe bei Lidl und Aldi: Aktuell keine Besserung in Sicht

Doch damit nicht genug: Eine Besserung der Situation scheint in naher Zukunft nicht absehbar. Einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zufolge, sollen sich die Lieferverzögerungen auch auf das Weihnachtsgeschäft auswirken. „Die Nachfrage trifft auf Lager, die im Wesentlichen durch Unsicherheiten in der Corona-Pandemie aktuell auf einem niedrigen Niveau liegen“, hieß es in der Studie.

Das könnte die Geschenksuche erschweren – vor allem im Bereich Elektronik. „Verschiedene Hersteller haben signalisiert, dass es beim Nachliefern in den kommenden Monaten zu Engpässen kommen könnte“, mahnte Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverbandes Technik (BVT).

Verkaufsstart der Aldi-Kollektion: Discounter versucht Kunden zu beschwichtigen

In der Zwischenzeit versuchte Aldi seine Kunden zu beschwichtigen. Über Twitter teilte der Discounter die neuen Termine zum Verkaufsstart der „Aldi Original“-Kollektion mit. Den Anfang machte Hamburg am Dienstag (19.10.2021). Die Termine für Hannover und Essen wurden um wenige Tage auf Anfang November verschoben.

In der begehrten Kollektion des Discounters sind acht Kleidungsstücke enthalten – darunter ein Sweatshirt, ein T-Shirt, eine Jogginghose, Socken und „Aldiletten“ mit dem Aldi-Emblem. Außerdem wird es exklusive Kollektionsteile geben, etwa Sneaker, die nur über Gewinnspielaktionen zu haben sind.

Bereits Lidl sorgte im vergangenen Jahr mit einer limitierten Mode-Kollektion* für einen großen Ansturm. Badelatschen, Socken und Co. mit dem Logo des Discounters waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft. (Karolin Schäfer)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Augstein/dpa

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